MURAUER EMPÖRT ÜBER AUFRUF DER GRÜNEN, BEI DER VOLKSZÄHLUNG DIE FRAGE NACH DEM RELIGIONSBEKENNTNIS NICHT ZU BEANTWORTEN

Wien, 8. Mai 2001 (ÖVP-PK) Der Aufruf der Grünen, vor allem von Klubobmann Van der Bellen, bei der laufenden Volkszählung die Frage nach dem Religionsbekenntnis nicht zu beantworten, stößt bei ÖVP-Abgeordnetem Walter Murauer auf großes Unverständnis. "So wie viele Österreicher stehe ich zu meiner Religion und bekenne mich auch dazu", kommentierte der Abgeordnete diesen Vorstoß der Grünen und verwies darauf, dass die Angabe des Religionsbekenntnisses sowieso freiwillig ist und die Grünen hier bewusst Verunsicherung provozieren. Gleichzeitig forderte Murauer die Bevölkerung aber dazu auf, die Frage nach dem Religionsbekenntnis zu beantworten. "Niemand muss Angst haben, dass die Information über das Religionsbekenntnis in irgendeiner Weise negative Folgen haben könnte", sagte Murauer heute, Dienstag, und unterstreicht die Wichtigkeit, sich zu seiner Religion, welcher Art auch immer, zu bekennen.****

"Die Angabe über das Religionsbekenntnis ist zum Beispiel im Hinblick auf die Planung des Religionsunterrichtes in Pflichtschulen von größter Wichtigkeit", führt Murauer weiters an. In Österreich ist der Religionsunterricht für alle staatlich anerkannten Religionsgemeinschaften ein Pflichtgegenstand und daher ist es unumgänglich zu wissen, wie viele Menschen sich zu welcher Religion bekennen. Auch für die einzelnen religiösen Gruppierungen ist es wichtig zu wissen wie viele Mitglieder sie haben, da eine religiöse Gruppierung mindestens zwei Prozent der österreichischen Bevölkerung aufweisen muss, um in den Status einer anerkannten staatlichen Religion zu kommen.

Murauer verweist abschließend auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes OGM, wonach 74 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher die Frage nach dem Religionsbekenntnis als unbedenklich einstufen. Gerade deshalb sei es aber umso bedenklicher, dass die Grünen dazu aufrufen, diese Frage nicht zu beantworten und Angst in der Bevölkerung schüren. "Niemand soll und darf sich davor fürchten, sein Religionsbekenntnis im Rahmen der Volkszählung bekannt zu geben, da es sowohl für die jeweiligen Religionsgemeinschaften als auch für den Staat, aber nicht zuletzt auch für jeden Einzelnen von größter Wichtigkeit ist zu wissen, wie viele Bürgerinnen und Bürger sich welcher Religion zugehörig betrachten", schließt der Abgeordnete.
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