Der Finanzminister als Raubritter und der ÖIAG-Chef als sein Rittersbursch !

Postgewerkschaft Wien beurteilt die Abgabe der Sonderdividende als miserablen Beutezug der blau-schwarzen Regierung.

Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Postgewerkschaft für Wien, NÖ und Bgld., Gerhard Fritz verurteilt die im Finanzausschuss des Aufsichtsrats der Post AG mit den Stimmen der Kapitalvertreter beschlossene Sonderdividende von 4,6 Mrd. Schilling auf das Schärfste.

Hiermit wird der österreichischen Post AG wertvolles Eigenkapital geradezu "geraubt", das dem Unternehmen im Zuge der weiteren Liberalisierung der Postdienste und der notwendigen Strukturreformen fehlen wird.

Kein Privatunternehmen der Welt würde in Kenntnis der zu erwartenden Herausforderungen (Liberalsierung der Briefdienste, Restrukturierung des Filialnetzes, Vorbereiten des Unternehmens auf den Wettbewerb) ihr Eigenkapital nahezu um ein Drittel reduzieren, um dem Eigentümer das Leben zu versüßen. Kein vernünftiger Eigentümer würde sich in Anbetracht dieser Situation soviel "Körberlgeld" aus einem seiner Unternehmen nehmen, wenn er an einer gesunden Entwicklung interessiert ist.

Im Staate Österreich und bei der ÖIAG ist dies anders. Der Eigentümer der Post AG ist der Staat selber. Das Eigentum gehört allen Staatsbürgern und verwaltet wird es von einer Bundesregierung, die sich wiederum, sog. Fachleuten, den Aufsichtsräten und den Vorständen der ÖIAG bedient. Wenn man das Eigentum der Staatsbürger schlecht verwaltet, so bleibt ja noch immer eine Sonderdividende, diesmal halt von der Post AG. Bezahlen werden's auf alle Fälle wir alle, nämlich wir Staatsbürger und in erster Linie die Postlerinnen und Postler, auf deren Rücken man sich dieses "Körberlgeld" genommen hat.

Für den Gewerkschafter ist diese Aktion das Eingeständnis einer total verfehlten Wirtschaftspolitik (Börsengang der Telekom, Verkauf der UMTS-Lizenzen, etc.)und ein Raubritterzug sondergleichen. Diese Blau-Schwarze Regierung will mit dieser zur Schau gezeigten Chaos-Wirtschaft nur die gravierenden Fehler der sogenannten Experten in der Regierung und in der ÖIAG halbwegs im Budget eines überforderten Finanzministers schönen.

"Ich frage mich, wie lange die Österreicherinnen und Österreicher noch zusehen? Es kann doch nicht sein, dass nun ein noch gesundes Unternehmen und damit alle seine Mitarbeiter (nämlich wir Postlerinnen und Postler) dafür herhalten müssen, dass diese Regierung einen wirtschaftspolitischen Topfen nach dem anderen begeht!" führt Gerhard Fritz weiter aus.

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