VSStÖ: Freunderlwirtschaft auf ÖH-Kosten

ÖVP-AG zahlt 100.000 ÖS an nahestehende Beraterfirma für zahnlosen Protest

Wien (SK) Der Verband sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) wirft ÖH-Vorsitzendem Martin Faißt (ÖVP-AG) Geldverschwendung im Rahmen des - ohnehin zahmen - Protestes gegen die Einführung von Studiengebühren vor. Wie eine Buchprüfung bei der ÖH ergeben habe, "zahlte die ÖH über 100.000 Schilling an die Beratungsfirma Gruber, Stern & Partner, die dafür das 'Coaching' Martin Faißts betrieb, die Großdemo organisierte, Martin Faißts dortige Rede verfasste und ein 'Strategie- und Ideenkonzept' für die Monate nach der Demo erstellte", kritisiert der VSStÖ gegenüber dem Pressedienst der SPÖ am Montag. ****

Allein für die Erstellung der Demo-Rede von Martin Faißt habe die Beratungsfirma 8.400 Schilling in Rechnung gestellt. Die Inszenierung der Demo, das Coaching von Martin Faißt, ein "Strategie- und Ideenkonzept", die Inszenierung von zwei Pressekonferenzen sowie ein "Veteranenheuriger" seien der ÖVP-AG stolze 60.000 Schilling wert gewesen. Für die "strategische Konzeption der Folgemonate" seien in den Rechnungsbüchern der ÖH 36.000 Schilling an die Firma Gruber, Stern und Partner verzeichnet. Somit sei ein Gesamtbetrag von 104.400 Schilling für einen zahnlosen Protest an eine Firma ergangen, deren Gründer und Mitarbeiter ehemalige Funktionär der ÖVP-AG sind.

Mautz: Verschwendung von ÖH-Geldern durch Freunderlwirtschaft!

Die Spitzenkandidatin des VSStÖ, Andrea Mautz, zeigt sich empört:
"Die ÖVP-AG verschwendet die ÖH-Beiträge der Studierenden und wirft sie ihren ehemaligen Funktionären in den Rachen. Die Gegenleistung ist äußerst dürftig. Martin Faißt schafft es offensichtlich nicht einmal, eine Rede selber zu schreiben, sondern bezahlt dafür lieber seinen Fraktionsfreunden 8.400 Schilling aus ÖH-Beiträgen. Auch die anderen von der Beratungsfirma in Rechnung gestellten Maßnahmen waren offensichtlich nicht besonders effektiv. Es ist unglaublich, dass die ÖVP-AG ihren eigentlichen Aufgaben in der ÖH nicht nachkommt, sondern lieber ihre ehemaligen Funktionäre, in dubiosen Firmen um teures Geld der Studierenden damit beauftragt." (Schluss) ml/mp

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