Maringer zu Rauch-Kallat: Goldmedaillie für Verschlechterungen?

Wirtschaftsforscher bestätigt, dass Jugendarbeitslosigkeit gestiegen ist

Wien (ÖGJ/ÖGB). Als schlechtes Kabarett, bezeichnete heute, Montag, Albert Maringer, Bundesvorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), die Pressekonferenz von ÖVP-Generalsekretärin Rauch-Kallat. "Erst in der Samstagsausgabe des ,Kurier' bestätigte Wirtschaftsforscher Helmut Maringer unter dem Titel ,Jugendarbeitslosigkeit steigt', dass es im Vergleich zum Vorjahr heuer um 1.716 mehr 15- bis 25-Jährige gibt, die auf Jobsuche sind. Sich vor diesem Hintergrund hinzusetzen, einen Feldzug gegen die Warnungen der Gewerkschaften zu starten und sich eine Goldmedaille für die Verdienste um den Arbeitsmarkt an die Brust zu heften, ist mehr als zynisch", so Maringer.++++

"Es wäre begrüßenswert, wenn sich Politiker, die in unserem Land an den Schalthebeln sitzen, vor öffentlichen Auftritten, etwas Hintergrundwissen aneignen würden. Denn wenn dies passiert wäre, würde die Frau Generalsekretärin wissen, dass in ihren hübschen Statistiken weder Jugendliche in kurzfristigen Kursmaßnahmen noch jugendliche Arbeitslosengeld-Bezieher enthalten sind", so der ÖGJ-Vorsitzende. "Vielleicht könnte man die Goldmedaille zur Weiterfinanzierung von Auffangnetzen für arbeitsuchende Jugendliche einsetzen. Wir fordern die Regierung auf, endlich in die Qualität und die Sicherstellung von Ausbildungsplätzen zu investieren, anstatt ausschließlich Schutzbestimmungen und Ausbildungsvorschriften zu verschlechtern." (aw)

ÖGB, 7. Mai 2001
Nr. 373

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Alice Wittig
Tel. (01) 534 44/353 DW
Fax.: (01) 533 52 93

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB