ÖAAB-Fasslabend: Gruppenpraxen sind massiver Fortschritt für Patienten

Fristsetzung für Kassenreform-Konzept

Wien, 7.5.2001 (ÖAAB-PD); Mit der Installierung von Gruppenpraxen werde nach Jahren der Diskussion nun endlich eine der entscheidenden ÖAAB-Forderungen zur Qualitätssicherung im heimischen Gesundheitssystem umgesetzt, betonte ÖAAB-Bundesobmann Dr. Werner Fasslabend. Weiters verstärkte der Chef der VP-Arbeitnehmer den Druck bei der Reform der Krankenkassen. Binnen der nächsten acht Wochen müsse hier ein fertiges Strukturkonzept vorliegen.***

Mit der Errichtung von Gruppenpraxen werde die angekündigte Ergänzungsmaßnahme zu den Ambulanmzgebühren verwirklicht. Die medizinische Versorgung im niedergelassenen Bereich erfahre damit eine wesentliche Stärkung. Für die Patienten sieht Fasslabend insbesondere folgende Vorteile: Das für die Patienten lästige Herumschicken von Facharzt zu Facharzt könne eingedämmt werden, durch die Ausweitung der Öffnungszeiten im niedergelassenen Bereich seien ärztliche Leistungen auch abseits der Spitäler Tag und Nacht und auch an Wochenenden zu erhalten gerade auch im fachärztlichen Bereich. Vor allem auf dem Land könnten so auch mühsame und weite Anfahrtswege zu den Spitälern hintangehalten werden.

Weniger zufrieden ist der ÖAAB-Chef mit dem Fortgang der Reformen zu den Krankenkassen. Es sei hoch an der Zeit, dass hier nach wochenlangen Verhandlungen und Gesprächen endlich eine Lösung gefunden werde. Insbesondere Hauptverbands-Chef Hans Sallmutter habe sich bisher durch mangelnden Reformeifer negativ hervorgetan. Für Fasslabend muss innerhalb der nächsten acht Wochen ein fertiges neues Strukturkonzept vorliegen, das jedenfalls ohne Beitragserhöhungen auskommen müsse. "Beitragserhöhungen sind einfalls- und verantwortungslos und bedeuten lediglich eine kurzfristige Verschiebung der vorhandenen Finanzprobleme der Kassen."
(Schluss)

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