KV-Abschluss Holz und Kunststoff verarbeitendes Gewerbe

Durch Anhebung des Mindestlohnes auf 1.000 EURO für untere Lohngruppen Lohnerhöhung von bis zu 3,8 %; deutliches Plus bei Lehrlingsentschädigungen

Wien (GBH/ÖGB). "Nach langen und schwierigen Verhandlungen konnten mit allen Branchen des Vertragspartners Holz und Kunststoff verarbeitendes Gewerbe neue Kollektivverträge abgeschlossen werden, die allen ArbeiterInnen, vor allem aber den Lehrlingen und den untersten Lohngruppen, deutliche Lohnerhöhungen bringen", stellte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB Vizepräsident Johann Driemer im Namen des gesamten Verhandlungsteams der Gewerkschaft Bau-Holz fest.++++

Mit allen Branchen wurde eine Laufzeit von zweimal 12 Monaten, jeweils beginnend mit 1. Mai, vereinbart.

Für die Tischler, Karosseriebauer, Wagner und Musikinstrumentenerzeuger werden in der 1. Etappe die KV-Löhne um 2,7 % und die Akkordlöhne um 2,4 % erhöht.

In der 2. Etappe werden die KV-Löhne um weitere 2,55 % und die Akkordlöhne um weitere 2,35 % erhöht.

Auch im Rahmenkollektivvertrag wurden Änderungen vereinbart.

In bezug auf die Vorlehre wurde rechtlich abgesichert, dass die Vorlehre zu keiner Verringerung der Lehrlingsentschädigung führen darf.

Die Probezeit für Lehrlinge wird an die gesetzlichen Regelungen angepasst.

Außerdem wurden Verbesserungen bei den Kündigungsfristen vereinbart.

Für das Kunststoff verarbeitende Gewerbe wurde in der 1. Etappe eine Erhöhung der KV-Löhne um 2,6 % und der Akkordlöhne um 2,3 % vereinbart.

In der 2. Etappe werden die KV-Löhne um weitere 2,5 %, die Akkordlöhne um weitere 2,2 % erhöht.

Die Mindestlöhne in der Branche werden auf 1.000 Euro angehoben, das entspricht einer Lohnerhöhung um 3,8 %.

Mit der Erhöhung der Lehrlingsentschädigung auf die nächsten vollen hundert Schilling erfolgt gerade in diesem Bereich eine deutliche Reallohnerhöhung.

Die Änderungen im Rahmenkollektivvertrag entsprechen jenen der vorgenannten Gruppen.

Für die Drechsler, Bürsten- und Pinselmacher und Spielzeughersteller werden in der 1. Etappe die KV-Löhne um 2,5 %, die Akkordlöhne um 2,3 % erhöht.

In der 2. Etappe werden die KV-Löhne um weitere 2,4 %, die Akkordlöhne um weitere 2,3 % erhöht.

In der 2. Etappe werden die Mindestlöhne in der Branche auf 1.000 Euro angehoben.

Die Bundesinnung hat sich Bedenkzeit bis morgen, Dienstag, erbeten.

Die Änderungen im Rahmenkollektivvertrag entsprechen jenen im übrigen Holz und Kunststoff verarbeitenden Gewerbe.

ÖGB, 7. Mai 2001
Nr. 369

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