"Aber die Erinnerung und der Schmerz verschwinden niemals!"

Weibliche Genitalverstümmelung

Wien (OTS) - Nach der Definition der WHO umfaßt der Begriff der Verstümmelung der weiblichen Genitalien (Female Genital Mutilation) alle Verfahren einer teilweisen oder vollständigen Entfernung der äußeren weiblichen Genitalien oder andere Verletzungen weiblicher Geschlechtsorgane.

Weltweit sind 6.000 Mädchen täglich der Gefahr der weiblichen Genitalverstümmelung ausgesetzt. Aufgrund der schweren psychische und physische Konsequenzen für die Betroffenen kann die weibliche Genitalverstümmelung nicht als harmlose Tradition betrachtet werden. Weibliche Genitalverstümmelung, von der 135 Millionen Frauen und Mädchen betroffen sind, wird von der UNO als eine klare Verletzung der Menschenrechte bezeichnet.

Mit der Veranstaltung "Female Genitale Mutilation - weibliche Genitalverstümmelung - ein ,harmloser' Brauch oder ein tiefgehender Schaden für Frauen?" am 8.5.2001 im Parlament (Lokal 8), Beginn 17.00 Uhr, möchte die "Parteiübergreifende ParlamentarierInnen-Arbeitsgruppe zur reproduktiven Gesundheit" und die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung auf internationale und nationale Aspekte weiblicher Genitalverstümmelung hinweisen.

Diese Praktik, die vor allem in den islamisierten Ländern Schwarzafrikas aber auch bei anderen religiösen Gruppen dieser Region zu finden ist, tritt durch Migration bedingt auch in Europa auf.

Durch Vorträge in- und ausländischer Expertinnen sollen mögliche Strategien aufgezeigt werden und eine Sensibilisierung in Österreich bewirkt werden.

Die Eröffnung nimmt der Präsidenten des Nationalrates Dr. Heinz Fischer vor.

Die Abgeordneten Edeltraud Gatterer (ÖVP), Mag. Beate Hartinger (FPÖ), , Dr. Elisabeth Hlavac (SPÖ), und Karl Öllinger (Grüne) werden abschließend ihre Positionen zur weiblichen Genitalverstümmelung erläutern.

Programm

Berhane Ras-Work Cultural reasons which condone (Inter-African Committee Genf) Female Genital Mutilation (FGM)

Hely Bathija Experiences in preventing and (World Heath Organization) eliminating FGM in African countries

Petra Smutny Tradition als Tarnanzug für (Richterin am LGZ) (Menschen) Rechtsverletzungen -Überlegungen zu FGM aus rechtlicher Sicht

Etenes Hadis Die österreichische FGM Studie (Afrikan.Frauenorganisation. Wien)

Edith Hobsig Problembereiche in der (Verein Frauenrechte-Menschenrechte) Beratungssituation

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