Techniknovelle im LGBL - Holz verstärkt als Baustoff möglich

Wien, (OTS) Der stärkere Einsatz von Holz als Baustoff auch im mehrgeschossigen Wohnbau ist eines der Ziele der so genannten Techniknovelle. Die entsprechende Änderung der Bauordnung ist im Landesgesetzblatt 37/2001 erschienen. Ein großer Teil der Neuerungen - darunter auch die Erleichterung der Holzbauweise - tritt in einem halben Jahr in Kraft. Legistisch ist die MA 64 - Rechtliche Bau-, Energie-, Eisenbahn- und Luftfahrtangelegenheiten (E-mail:
post@m64.magwien.gv.at ) zuständig.****

Die Möglichkeit, den Baustoff Holz künftig auch in Wien beim Bau mehrstöckiger Bauten - bis zu drei Hauptgeschosse plus Dachgeschoss -zu verwenden, ergibt sich aus der Neufassung des § 99 der Bauordnung. Er besagt nun u.a.: "Außenwände der Gebäude (Wandkonstruktionen, äußere Abschlüsse ohne Fenster und Türen) müssen, wenn nicht anderes bestimmt ist, feuerbeständig und in allen für die Tragfähigkeit und den Brandschutz wesentlichen Bestandteilen aus nicht brennbaren Baustoffen sein. ..Abs. 1 gilt nicht für Gebäude mit nicht mehr als drei Hauptgeschossen und einem Dachgeschoss. Die Außenwände solcher Gebäude müssen jedoch wie folgt ausgeführt sein:1.in ebenerdigen Gebäuden mit höchstens einem Dachgeschoss müssen Außenwände zumindest feuerhemmend sein; 2.in Gebäuden mit nicht mehr als zwei Hauptgeschossen müssen nichttragende Teile von Außenwänden zumindest feuerhemmend, tragende Teile von Außenwänden zumindest hochfeuerhemmend sein; 3.in Gebäuden mit mehr als zwei Hauptgeschossen müssen Außenwände zumindest hochfeuerhemmend und an der Außenseite zumindest schwer brennbar sein...."

Weitere Neuregelungen dienen der Umsetzung von EU-Recht, aber auch der Deregulierung und der Erleichterung von Betriebsansiedlungen. Auch soll es bei kleinen Zubauten Ausnahmemöglichkeiten von den Wärmeschutz-Bestimmungen geben können. In Kleinhäusern wären, etwa bei Wohnungsteilungen, künftig in Ausnahmefällen auch mehr als zwei Wohnungen möglich. Fußböden können dank der technischen Möglichkeiten der Wärme- und Feuchtigkeitsisolierung künftig auch zum Teil unterhalb des Geländes liegen, und der Bau z.B. von glasüberdeckten Innenhöfen wird erleichtert. Verbesserungen gegenüber den derzeit geltenden Wärmeschutz-Bestimmungen, Ökologisierung, Neuregelungen beim Brandschutz sind weitere Ziele der Techniknovelle.

Mehr über die Techniknovelle findet man in den wien.at-RK-Aussendungen "Faymann: Ökologischer Wohnbau ist billiger" vom 12. 2.2001 und "Neue Bauordnung: Holz verstärkt als Baustoff möglich" vom 21.7.1999 (im Internet unter www.wien.at/ , und über die Rathauskorrespondenz/Volltextsuche).

Das Landesgesetzblatt LGBl mit dem Text des Gesetzes erhält man ebenso wie die Erläuternden Bemerkungen, die über die Hintergründe informieren, auf folgenden Wegen:

o Zusendungen des LGBl und/oder der Bemerkungen sind über den

Presse- und Informationsdienst, Rathaus, 1082 Wien, möglich:
telefonisch unter Telefon 4000/81026 Durchwahl, über email unter pro@m53.magwien.gv.at (die Zusendung per Mail ist allerdings derzeit noch nicht möglich), über Fax unter 4000/99/81026 (Fax -Zusendung bei Gesetzesblättern kleineren Umfangs möglich). Kosten entstehen erst bei umfangreicheren Mengen, ab 70 Blatt
pro Bestellung bzw. 10 einzelnen LGBl sind pauschal 350 ATS (entspricht dem Abonnementpreis) zu bezahlen.

o Das LGBl und/oder die Erläuternden Bemerkungen kann man auch

direkt in der MA 6-Drucksortenstelle der Stadthauptkasse,
Rathaus, Stiege 7, Hochparterre, Tür 103 holen. Kosten auch
hier: bei größeren Mengen (70 Blatt bzw. 10 einzelne LGBl) 350 ATS, darunter unentgeltlich.

Die Texte seit Anfang 2001 neu erschienenen Gesetze, Gesetzesänderungen und Verordnungen stehen auch in www.wien.gv.at/recht/landesrecht-wien/landesgesetzblatt/index/ . Dieses Internet-Angebot enthält jedoch nur die im Landesgesetzblatt erschienenen Änderungen, also meist nicht den gesamten Gesetzestext.

Die vollständigen Texte der Wiener Landesgesetze und Verordnungen finden interessierte BürgerInnen im Internet, unter wien.at online www.wien.at/ , im Wiener Rechtsinformationssystem WRI ( www.wien.at/mdva/wrivts/ ). Hier ist jeweils etwa vier Wochen nach Erscheinen eines neuen Landesgesetzblattes auch der komplette neue Gesetzestext samt Änderungen enthalten. (Schluss) hrs

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