- 06.05.2001, 10:00:08
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Ärztekammer für Aufwertung älterer Arbeitnehmer
Pjeta: Positive psychische, soziale und wirtschaftliche Folgen - Wechselberger gegen Reduzierung der Arbeitsmedizin - Vernichtung von Humankapital
Wien (OTS) - Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) begrüßt die
politische Diskussion über den Stellenwert älterer Arbeitnehmer. Wie
der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Dr. Otto Pjeta,
Sonntag in einer Presseaussendung ausführte, sei die Integration
älterer Menschen in die Arbeitswelt ein wichtiger Schritt. Der
Ärztekammerpräsident: "Wir wissen aus unserer ärztlichen Praxis, dass
diese Maßnahme sehr positive psychologische, soziale und
wirtschaftliche Auswirkungen haben könnte." Pjeta wies in diesem
Zusammenhang auf die entscheidende Bedeutung der Arbeitsmedizin hin.
Er hält die geplante Reduzierung der arbeitsmedizinischen Betreuung
für "völlig kontraproduktiv".
"Ältere Arbeitnehmer stellen mit ihren Erfahrungen und ihrem
Wissen für die Betriebe unentbehrliches Humankapital dar", ergänzte
der Leiter des ÖÄK-Referates für Arbeitsmedizin und Tiroler
Ärztepräsident, Dr. Artur Wechselberger. Ein Pensionssystem, das ein
vorzeitiges Ausscheiden bewährter Mitarbeiter aus dem Berufsleben
fördere, vermindere die Möglichkeiten eines "produktiven
Zusammenspiels der Generationen", betonte der ÖÄK-Experte.
Wechselberger: "Es ist erfreulich, dass nunmehr wesentliche Teile der
Gesellschaft erkennen, wie sehr auch ältere Arbeitnehmer wertvolle
Arbeit leisten." Die Arbeitsmedizin trage wesentlich dazu bei, die
Arbeitnehmer psychisch und physisch in die Lage zu versetzen, den
Anforderungen des Berufslebens mit Motivation zu begegnen. "Oftmals
ist es gerade der Arbeitsmediziner, der als erster mit
Gefährdungspotentialen konfrontiert wird, die nicht unmittelbar mit
der Sicherheit des persönlichen Arbeitsplatzes zu tun haben." Fragen
des Arbeitsklimas, der Gesundheitsvorsorge und der gesamten
Befindlichkeit würden dabei eine große Rolle spielen. "Es ist daher
politisch fragwürdig und unklug, die Arbeitsmedizin gerade in
Betrieben, die von der Erfahrung und Motivation älterer Mitarbeiter
getragen werden, einzuschränken, wie dies vom Arbeitsministerium
angestrebt wird", sagte Wechselberger. Die geistige, psychische und
körperliche Gesundheit der Arbeitnehmer sei kein Kostenfaktor für die
Wirtschaft sondern ein qualitativer Produktionsfaktor. Investitionen
in die Gesundheit würden daher vielfach zurückfließen, meinte
Wechselberger abschließend. (Schluss)
Rückfragehinweis: Österreichische Ärztekammer
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