Start frei für die große Medaillenjagd!

Erstes Zusammentreffen des rot-weiß-roten Teams für die 36. Internationale Berufsweltmeisterschaft 2001 in Seoul/Korea im WIFI der WK Salzburg

Salzburg (PWK337) - Nicht nur im alpinen Skilauf ist Österreich
das "Maß aller Dinge". Auch bei internationalen Berufswettbewerben orientieren sich Nachwuchskräfte aus aller Welt an den Leistungen der rot-weiß-roten Facharbeiterinnen und Facharbeiter.

Im WIFI Salzburg trafen heute, Samstag, 5. Mai, erstmals die 21 heimischen Teilnehmer an der 36. Internationalen Berufsweltmeisterschaft zusammen, die von 12. bis 19. September 2001 in Seoul/Korea ausgetragen wird.

Bereits viermal hat das österreichische "Power Team" bei Berufsweltmeisterschaften die Nationenwertung gewonnen und bisher insgesamt 144 Medaillen mit nach Hause gebracht. Nach den letzten beiden Vorauswahlen für die Berufe Koch und Restaurantfachmann Ende April steht nun das 21-köpfige Team für die Berufs-WM fest.

Anlässlich des ersten Zusammentreffens der kompletten österreichischen Mannschaft gemeinsam mit ihren Betreuern in Salzburg ließ es sich Dr. Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, nicht nehmen, die Teilnehmer persönlich kennen zu lernen. "Ich wünsche unserer Mannschaft in Seoul viel Erfolg und vor allem jedem Einzelnen viele neue Erfahrungen für seine berufliche Zukunft. Wenn man sich den

Werdegang jugendlicher Teamkandidaten vergangener internationaler Berufsweltmeisterschaften ansieht, so hat noch jeder Karriere gemacht, sei es als Unternehmer oder in Spitzenpositionen in seiner Ausbildungsfirma."

Prägend für weitere Berufskarriere

Die harte internationale Konkurrenz während der vier Wettbewerbstage und der volle Einsatz auf dem Weg zu einer Medaille haben das weitere Berufsleben der bisherigen Teilnehmer nachhaltig geprägt. Von den 317 Jugendlichen, die die Wirtschaftskammer bisher zu 22 Bewerben geschickt hat, ist jeder Zweite mit einer Medaille nach Hause gefahren. "Über 45 Gold-, 51 Silber- und 48 Bronzemedaillen können sich nicht viele Trainer bei Sportweltmeisterschaften oder Olympiaden freuen. Mich beeindruckt vor allem die Tatsache, dass Österreich vor zwei Jahren in Montreal zum vierten Mal in Serie ‚Berufsweltmeister‘ geworden ist. Das bedeutet, unter etwa 35 Ländern die weltbeste Nation zu sein und ist ein klarer Beweis dafür, dass unsere Betriebe dank der dualen Berufsausbildung topqualifizierte Fachkräfte ausbilden", so der WKÖ-Präsident weiter.

Erstmals neue Berufe mit dabei

Nach Seoul fliegen im September 21 jugendliche Fachkräfte, die nicht älter als 22 Jahre sein dürfen. Sie werden in 19 Berufen um Medaillen kämpfen. Österreich entsendet heuer erstmals Teilnehmer in neuen Berufen wie dem Mechatroniker - ein Teamberuf für zwei Kandidaten -, Informationstechnologie und Technischer Zeichner. CNC-Dreher, CNC-Fräser, Werkzeugmacher und Betriebselektriker sind ebenfalls Hightech-Berufe.

Mit dabei sind weiters die Berufe Bau- und Möbeltischler, Sanitärinstallateur, Maler und Kfz-Techniker. Damenfriseur, Florist und Landschaftsgärtner, Konditor, Maschinenschlosser, Koch und Restaurantfachmann runden die Berufssparten ab. Die 21-köpfige Mannschaft kommt heuer aus den Bundesländern Oberösterreich mit sechs Kandidaten, Tirol und Vorarlberg mit je fünf, Niederösterreich mit drei sowie Steiermark und Wien mit je einem Kandidaten. Drei Mädchen und 18 Burschen werden Österreich vertreten.

Unterstützung durch Betriebe entscheidend

"Die österreichischen Unternehmen befürworten das Engagement der Wirtschaftskammer bei den Berufsweltmeisterschaften und tragen wesentlich zur Entsendung bei, indem sie den Jugendlichen ein spezielles Training ermöglichen, Sonderurlaub gewähren, Werkzeug zur Verfügung stellen und Spesen für die Vorbereitung auch außerhalb des Betriebes ersetzen. Dafür möchte ich mich besonders bedanken", sagte Leitl vor den Jugendlichen und den Experten, die sie auf dem Weg nach Seoul und während der Berufs-WM unterstützen.

Köchin vom Schloßhotel Fuschl im WM-Team

"Die Latte für Österreich liegt dieses Mal wieder sehr hoch, nachdem unser Land bei Berufswettbewerben bisher unumschränkter Spitzenreiter war. Hauptproblem für die Teilnehmer ist demnach weniger die fachliche Bewältigung der Aufgaben, sondern die hohe Erwartungshaltung aufgrund der großen Erfolge in der Vergangenheit. Besonders freut es mich natürlich, dass mit der Oberösterreicherin Ulrike Pirklbauer, Köchin im Schloßhotel Fuschl, auch eine junge Facharbeiterin aus einem Salzburger Betrieb in Seoul um eine Medaille mitkämpft", ergänzte Rainhardt Buemberger, Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg, anlässlich des ersten Zusammentreffens der WM-Teilnehmer.

"Nur der Beste kann gewinnen, das ist wie beim Sport", zog Buemberger Parallelen zwischen Sport und Wirtschaft. Immerhin werden in Korea über 600 Teilnehmer aus 35 Ländern erwartet, die um Gold, Silber und Bronze kämpfen. Mehr als 100.000 Zuseher werden die Wettbewerbe in Seoul live verfolgen.

"Die österreichischen Mannschaften zählen mit ihren Leistungen zur Weltspitze. Persönlicher Ehrgeiz und der Wille, Bestleistungen zu erbringen sind ausschlaggebende Faktoren für diese Erfolge. Auch die von der Wirtschaftskammer jährlich organisierten zahlreichen Lehrlingswettbewerbe auf Landes- und Bundesebene sind eine gute Vorbereitung für das internationale Kräftemessen. Zudem gewährleisten neue Impulse durch moderne Berufsbilder auch neue Ausbildungsmöglichkeiten, sodass ‚Karriere mit Lehre‘ kein bloßes Schlagwort bleibt", resümierte Buemberger.

22 Stunden vollste Konzentration

In Seoul richten die Teilnehmer vor dem viertägigen Wettkampf die ihnen zugelosten Arbeitsplätze ein und testen die zur Verfügung gestellten Maschinen, aber auch die von ihnen mitgebrachten Materialien und Werkzeuge. Österreich verschickt heuer knapp sechs Tonnen Werkzeug im Wert von rund 4 Mill. S. Die Wettbewerbs-Aufgabe besteht darin, unter Zeitdruck innerhalb von maximal 22 Arbeitsstunden eine oder mehrere praktische Arbeiten zu bewältigen.

Die WKÖ ist für die Vorbereitung und Entsendung des österreichischen Teams verantwortlich. Ein wettbewerbserfahrenes Organisationsteam, bestehend aus dem offiziellen Delegierten Peter Kranzlmayr (WK Salzburg), dem technischen Delegierten Johann Markl (WIFI Österreich) und den Jugendbetreuern Werner Steger (WK Tirol) und Johann Steinringer (WKÖ), sowie 19 Experten für die einzelnen Berufe kümmern sich um die Jugendlichen. Das rot-weiß-rote Team wird für den Einmarsch in Seoul von den Firmen Gießwein in Brixlegg/Tirol und Adelsberger in St. Johann im Pongau/Salzburg offiziell eingekleidet.

Die Teilnehmer sind:

Maschinenschlosser Armin Falk von der Illwerke AG in Schruns/Vorarlberg
Werkzeugmacher Martin Maccani von der Julius Blum GmbH in Höchst/Vorarlberg
Mechatroniker Jürgen Tauschek von der Voest-Alpine-Stahl in Linz/Oberösterreich
Mechatroniker Christian Tober von der Voest-Alpine-Stahl in Linz/Oberösterreich
Technischer Zeichner-CAD Hansjörg Ragg von der Westcam Datentechnik GmbH in Innsbruck/Tirol
CNC-Dreher Michael Blum von der Julius Blum GmbH in Höchst/Vorarlberg CNC-Fräser Gernot Glatzle von der Julius Blum GmbH in Höchst/Vorarlberg
Informationstechnologe Bernhard Waglechner von der Siemens AG Österreich in Wien
Sanitärinstallateur Johann Auer von der Gahleitner Installationen GmbH & Co KG in Kopfing/Oberösterreich
Starkstromelektriker Arsim Jakupi von der OMV AG in Gänserndorf/Niederösterreich
Maler Reinhard Grabher von der Firma "Der Grüne" in Hard/Vorarlberg Möbeltischler Heinz Winkler von der G. Kienpointner GmbH in Waidring/Tirol
Bautischler Andreas Riedler von der Bene Büromöbel KG in Waidhofen an der Ybbs/Niederösterreich
Florist Andreas Stern von der Blumen Boutique in Petersdorf/Steiermark
Damenfriseurin Eva Maurer vom Salon Beauty Hair in Leutasch/Tirol Kfz-Techniker Harald Rojky vom Flughafen Wien-Schwechat/Niederösterreich
Köchin Ulrike Pirklbauer vom Schloßhotel Fuschl/Salzburg Restaurantfachmann Patric Walser vom Trofana Royal in Ischgl/Tirol Konditorin Eveline Wild von der Konditorei Valier in Innsbruck/Tirol Landschaftsgärtner Hans Peter Reinthaller von der Firma Zauner & Leopold in St. Martin/Oberösterreich
Landschaftsgärtner Harald Schütz von der Firma Zauner & Leopold in St. Martin/Oberösterreich (pt)

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