FORMAT: Karlheinz Hackl kritisert ORF-Gesetz.

"Filminindustrie in Lebengefahr, Schauspieler bedroht"

Wien (OTS) - Im neuen FORMAT kritiseren die Film- und Bühnenstars Karlheinz Hackl und Harald Krassnitzer das neue ORF-Gesetz, das derzeit zur Begutachtung vorliegt.

Karlheinz Hackl in FORMAT: "Durch die drohende Beschneidung der kommerziellen Leistungsfähigkeit des ORF ist dieses kleine Pflänzchen, das da im Entstehen ist - ich meine die österreichische Filmindustrie - in akuter Lebensgefahr. Wenn man die österreichische Filmwirtschaft ums Leben brächte, wäre das ausgesprochen kurzsichtig gedacht. Man würde zum einen genau das Medium verlieren, mit dem man Österreich so gerne im Ausland zu repräsentieren trachtet; und man würde zum anderen auf die mannigfachen wirtschaftlichen Vorteile -Stichwort: Umwegrentabilität - verzichten, die mit einem aufblühenden Filmstandort Österreich ursächlich zusammenhängen.

Und Hackl weiter: "Vor allem würde durch das neue ORF-Gesetz der Status der Schauspieler lang- oder mittelfristig ernsthaft bedroht:
Wir würden erleben, daß viele Kollegen, die jetzt durch ihre Rollen in heimischen Fil-men und Serien eine österreichische Identität ins Aus-land tragen, bei einer Produktionsflaute existenzielle Probleme bekämen. Als österreichischer Schauspieler am deutschen Markt zu arbeiten, wird - wie ich aus eigener Erfahrung weiß - immer schwieriger. Wenn dann auch noch der eigene Markt ruiniert wird, wird es brenzlig."

Und Hackl abschließend: "Man sollte sich alsbald zusammensetzen -Politiker und Filmschaffende, wenn möglich im Rahmen einer öffentlichen Fernsehdiskussion. Und man wird einander endlich die ganze Wahrheit sagen müssen."

Auch Harald Krassnitzer ("Tatort", "Der Briefbomber") übt Kritik am neuen ORF-Gesetz: "Das in Begutachtung be-findliche neue ORF-Gesetz scheint mir insofern höchst problematisch, als es den ORF durch finanzielle Auszeh-rung zu einem Rumpfkörper macht. Sollte es in Kraft tre-ten, wird es keine Möglichkeit mehr geben, österreich-typisches Programm zu produzieren und österreichische Identität auszustrahlen. Damit wird der Österreichische Rundfunk in die kritischste Situation manövriert, die er jemals erlebt hat."

Auch Krassnitzer fodert eine öffentliche Debatte: "Daher plädiere ich dafür, daß sich möglichst schnell, nämlich noch bevor dieses Gesetz umgesetzt wird, im Rahmen einer Open-end-Fernsehsendung Fachleute an einem Österreich-Tisch zusammensetzten, um notwendige Korrekturen an dem Gesetz zu erörtern."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Format
Tel.: 01/21755 4128

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMT/OTS