ORF-Generalintendant Gerhard Weis bei ARTE-Jahresversammlung

Wien (OTS) - Am ARTE-Sitz in Straßburg fand am 2. und 3. Mai 2001 unter dem Vorsitz von ARTE-Präsident Jobst Plog die Jahresversammlung von ARTE mit den Präsidenten und Generaldirektoren der Mitgliedssender ARD, ZDF und ARTE France sowie der assoziierten Mitgliedssender statt. Seitens des ORF, der seit 1. April 2001 assoziiertes ARTE-Mitglied ist, nahm ORF-Generalintendant Gerhard Weis an diesem internationalen Treffen teil, das im Zeichen des zehnten Geburtstags von ARTE und der weiteren internationalen Entwicklung des deutsch-französischen Kultursenders stand. Im Rahmen der Tagung erfolgte am Donnerstag, dem 3. Mai, die Grundsteinlegung für das neue ARTE-Gebäude in Straßburg.

Generalintendant Gerhard Weis: "ARTE hat sich den ORF als assoziiertes Mitglied mit der Begründung gewünscht, dass dadurch qualitätsvolle Programme, über die der ORF in reichem Maß verfügt und die der ORF in höherem Maß als andere weiter erzeugt, für das Kulturgemeinschaftsprogramm verfügbar werden. Das ist für uns eine Auszeichnung und eine Chance zugleich. Einerseits können wir mit hochwertigen öffentlich-rechtlichen Produktionen aus den Bereichen Kultur, Bildung, Wissenschaft, Information und Religion ein Publikum in ganz Europa erreichen, andererseits können wir unserem Publikum in Österreich einen Mehrwert an europäischen Qualitätsprogrammen anbieten."

Zusammenarbeit mit ARTE intensiviert
Gemeinsame Koproduktionsprojekte zwischen ORF und ARTE gibt es schon seit 1998, durch den Assozierungsvertrag wurde die Zusammenarbeit der beiden Sender intensiviert. Jüngste Beispiele dieser erfolgreichen Kooperation waren der TV-Krimi "Polt muss weinen" und der Themenabend mit dem Titel "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" im ORF-Osterprogramm. Neben Kooperationen bei Fernsehfilmen und Dokumentationen ist auch eine Zusammenarbeit bei zwei Produktionen im Rahmen der Salzburger Festspiele geplant: Das Thomas Hampson-Konzert "I hear America singing" mit dem Radio Symphonie Orchester Wien und die Richard Strauss-Oper "Ariadne auf Naxos" werden sowohl vom ORF-Fernsehen als auch von ARTE ausgestrahlt werden.

Verstärkte Einbindung des ORF
Der ORF ist nach dem belgischen Rundfunk RTBF und dem polnischen TVP der dritte ARTE-Assoziationspartner. (Weitere ARTE-Kooperationspartner sind die Schweizer SRG SSR idée suisse, TVE aus Spanien, das finnische YLE sowie NPS aus den Niederlanden.) Als assoziiertes Mitglied ist der ORF mit beratender Stimme in der ARTE-Mitgliederversammlung sowie im ARTE-Programmbeirat und in der Programmkonferenz vertreten. Zur verstärkten Einbindung des ORF in den ARTE-Programmablauf wird ab Herbst 2001 ein ORF-Vertreter seinen ständigen Sitz in Straßburg haben.

60 Stunden Programm, davon 24 Stunden Koproduktionen
Mit dem Assoziierungsvertrag stieg das Volumen der ORF/ARTE-Koproduktionen von jährlich cirka neun auf mindestens 24 Stunden für die Dauer des Vertrags an. Gleichzeitig werden die Investitionen in diese Koproduktionen um das Doppelte erhöht. Der ORF erhielt durch den Vertrag Zugriff auf 60 Programmstunden aus dem ARTE-Bestand, im Gegenzug stellt der ORF ARTE 36 Stunden Programm zur Verfügung. Dem ORF wurde das Recht eingeräumt, die von ARTE übernommenen Produktionen im ORF-Programm, auf 3sat, in ALPHA Österreich und im geplanten ORF-Kulturkanal auszustrahlen.

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