- 03.05.2001, 12:22:15
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Sima zu Verheugen-Besuch: Temelin muss Top-Thema sein!
EU-Kommissar morgen in Wien: Außenministerin muss Chance nützen. Neue Probleme im AKW
Wien (SK) Das Top-Thema muss das AKW Temelin nach Ansicht von
SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima beim morgigen Wien-Besuches von
EU-Erweiterungskommissar Verheugen sein. "Nach der gescheiterten UVP,
die Verheugen selbst in Melk mitverhandelt hat, muss der EU-Kommissar
nun endlich ein Machtwort sprechen", so Sima. Außenministerin
Ferrero-Waldner müsse die morgige Chance nützen, um die weiteren
Schritte der EU in Sachen Temelin abzuklären. "Eine Akzeptanz der
bisherigen Vorgangsweise von Seiten Tschechiens ist undenkbar, denn
die AKW-Betreiber haben nichts unternommen, um die Vereinbarung von
Melk einzuhalten. Im Gegenteil, sie demontieren die UVP
scheibchenweise und wundern sich über die Ablehnung aus Österreich".
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Der UVP-Bericht sei völlig unzureichend gewesen, das ständige
Hochfahren des Pannenreaktors sei mehr als eine Provokation der
österreichischen Nachbarn. Temelin sei längst ein gesamteuropäisches
Problem, das es als solches auch zu lösen gelte, so Sima.
Hinsichtlich des angestrebten EU-Beitritts Tschechiens erinnert die
Umweltsprecherin anlässlich des Besuchs des EU-Erweiterungskommissars
an den einstimmigen Vierparteien-Beschluss des Parlaments:
"Österreich wird dem Energiekapitel mit Tschechien nicht zustimmen,
sollte Temelin nicht europäischen Sicherheitsstandards erfüllen", so
Sima. Außenministerin Ferrero-Waldner müsse mit dem EU-Kommissar die
weitere Vorgangsweise abklären: "Die Zeit drängt, denn die
AKW-Betreiber scheinen wild entschlossen, ihr Prestigeobjekt
ungeachtet der gravierenden Probleme wieder ans Netz zu bringen."
Erst heute wurde bekannt, dass Turbinenwellen verbogen sind: "Die
Mängel werden täglich offensichtlicher, Temelin ist und bleibt ein
Flickwerk mit einem nie erprobten Ost-West-Mix und bekäme in
Deutschland nie eine Betriebsgenehmigung. Allein dies sollte dem
EU-Kommissar genügen, um den tschechischen Partnern
unmissverständlich klarzumachen, dass ihre Justament-Haltung in
Sachen Temelin unangebracht ist", so die Umweltsprecherin. Ein
erneutes Hochfahren vor dem Hintergrund der nun bekanntgewordenen
Mängel mit den Turbinenwellen müsse auf jeden Fall verhindert werden.
(Schluss) ns/mp
Rückfragehinweis: Ulli Sima, 0664/23 063 67
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at
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