Glawischnig: Turbinen-Schaden Etappensieg für Temelin-Gegner

Grüne: CEZ gibt erstmals zu, daß Temelin-Strom von Tschechien nicht benötigt wird

Wien (OTS) Als "Etappensieg für die Temelin-Gegner" bezeichnet Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen, den heute bekanntgewordenen Schaden der Turbinenwellen im AKW Temelin. "Bestätigt sich der Verdacht, daß auch die Welle im Hochdruckteil des Rotors deformiert ist, kann nur mehr von einem Totalschaden der Turbine gesprochen werden. Die Inbetriebnahme würde sich massiv verzögern, die Kosten weiter explodieren", so Glawischnig. "Die Temelin-Betrieber sollten diese neuerliche gravierende Panne endlich zum Anlaß nehmen, den Aussteig aus Temelin einzuleiten. Die vielen Schwachstellen im Pannenreaktor scheinen auch beim besten Willen nicht mehr in den Griff zu bekommen sein." Von der österreichischen Regierung verlangt Glawischnig neben einem Gipfelgespräch mit Tschechien über einen UVP-Neustart endlich ein ernsthaftes Ausstiegsangebot zur Stillegung des AKW.

Laut tschechischen Medienberichten hat der Stromversorger CEZ erstmals zugegeben, daß in Tschechien für die kommenden Jahre gar kein Bedarf für Temelin-Strom bestehe. Bereits ohne Temelin werde 20 Prozent der Stromerzeugung ins Ausland exportiert. "Endlich geben die Temelin-Betreiber zu, worauf wir seit Monaten hinweisen. Ihr Eingeständnis bestärkt die Temelin-Gegnern in ihrem Argument, daß Temelin unwirtschaftlich sein wird", so Glawischnig.

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