SPÖ-Bauer kritisiert geplante Ausdünnung des öffentlichen Verkehrs

Wien (SK) Als massiven Anschlag auf die Regionen im Verkehrsbereich kritisiert SPÖ-Abgeordneter Hannes Bauer die mit Fahrplanwechsel Juni 2001 geplanten Einschränkungen des Fahrplanangebotes in Niederösterreich: So soll beispielsweise das Fahrplanangebot im Busverkehr der ÖBB in der Grenzregion Hollabrunn-Laa-Retz-Sigmundsherberg mit 10.6.2001 um rund 10.000 Stunden reduziert werden. Zusätzlich zu diesem bereits stark eingeschränkten Verkehrsangebot ist bei der Frage des Schienennachfolgeverkehrs Retz-Drosendorf noch immer offen, ob ein Betreiber für die Schiene gefunden werden kann oder die Bedienung durch Busse erfolgen wird: "Für ältere und sozial schwächere Menschen der Region bedeutet diese Situation eine totale Vernichtung der Mobilität. Das Verkehrsangebot wird fast nur mehr auf den Schülerverkehr reduziert und entspricht überhaupt nicht dem Mobilitätsbedürfniss der Bevölkerung
in der Gesamtregion", kritisierte Bauer. ****

Erschwerend hinzukommen werden die Änderungen im Postbusbereich, der ja bekannterweise durch die Beschlüsse der FP-VP-Regierung innerhalb eines Jahres verkauft werden soll; die künftige flächendeckende Bedienung der Regionen mit Postbussen sei daher ebenfalls unsicher, weil die Interessen der künftigen Betreiber nicht regionalpolitischer Natur sind, sondern ausschließlich von wirtschaftlichen Motiven geprägt sein werden. Daher sei zu befürchten, dass der Post-Busverkehr ebenfalls ausgedünnt wird oder das Land und die Gemeinden, die dafür keine Mittel im Budget vorgesehen haben, für die Aufrechterhaltung des Betriebes zuschießen werden müssen.

"Bei dieser dramatischen Entwicklung ist es notwendig, eine klare und einheitliche Auffassung für die Region zu formulieren. Als Vorsitzender der verkehrspolitischen Arbeitsgemeinschaft Hollabrunn lade ich daher für den 17. Mai (19.30 Uhr, Gasthaus Reisinger, Hollabrunn) alle Bürgermeister und Fraktionsobmänner des Bezirkes ein, um gemeinsam entsprechende Maßnahmen zu formulieren, die diese Entwicklungen zu verhindern helfen. Wir dürfen gerade in dieser Phase der wichtigen Neuorientierung Europas unser Grenzland - nach Jahrzehnten des eisernen Vorhanges- nicht neuerlich in ein wirtschaftliches Abseits führen lassen. Diese neue Chancen nicht zu nutzen, heißt Zukunft zu verlieren", schloss Bauer. (Schluss) ns/mp

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