GPA als Gewerkschaft der New Economy

Sallmutter: Ausweitung von Beschäftigungsbewilligungen als temporäre Überbrückung vorstellbar

Wien (GPA/ÖGB). "Durch die heutige Gründung des Wirtschaftsbereiches Kommunikation etabliert sich die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) endgültig als jene Gewerkschaft, die kompetente Antworten auf die Probleme der Beschäftigten in der New Economy gibt”, erklärte der Vorsitzende der GPA, Hans Sallmutter anlässlich der heute in Wien stattfindenden Gründungsveranstaltung unter dem Motto "Neue Branchen brauchen innovative Lösungen”.++++

"Immer mehr Beschäftigte der Branche erkennen, dass zur Durchsetzung von Interessen auch durchsetzungsstarke Organisationen notwendig sind. Die jüngsten Insolvenzen und Einbrüche im Geschäft zeigen, dass man sehr schnell in eine prekäre Situation geraten kann, wo Hilfe von kompetenten Partnern angebracht ist”, so Sallmutter.

Die GPA habe in den vergangenen Jahren durch den Abschluss einer Reihe innovativer Kollektivverträge für etwa zwei Drittel der Beschäftigten im IT-Bereich Gestaltungskompetenz bewiesen. In den letzten fünf Jahren konnten im Umfeld der New Economy in Österreich rund 250 Betriebsratskörperschaften gewählt werden.

Durch die Schaffung der Interessengemeinschaft (work@IT) ist es nun auch möglich, branchenübergreifend an gemeinsamen Projekten zur Durchsetzung von Interessen zu arbeiten.

Zur aktuellen Diskussion rund um die von der Wirtschaft vehement geforderte Ausweitung von Beschäftigungsbewilligungen für IT-Experten hielt Sallmutter fest, dass für die GPA primär Initiativen im Bereich der Aus- und Weiterbildung notwendig seien. Auch müsse einmal eine seriöse Bedarfsanalyse angestellt werden. Als temporäre Überbrückung sei aber auch eine Ausweitung der Zuwandererquote für die GPA vorstellbar. Vehement wandte sich Sallmutter gegen den ideologischen Missbrauch des Problems durch Teile der Politik, wodurch neue fremdenfeindliche Ressentiments geweckt würden.

ÖGB, 3. Mai 2001
Nr. 356

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