Wiener Vorlesungen im Rahmen der Science Week@Austria 2001

Wien, (OTS) Die Stadt Wien beteiligt sich mit zwei Vorträgen im Rahmen der Wiener Vorlesungen an der Science Week@Austria 2001, die von 11. bis 20. Mai mit über 750 Veranstaltungen in ganz Österreich stattfindet. Wissenschafterinnen und Wissenschafter von Universitätsinstituten, Fachhochschulen, Schulen, wissenschaftlichen Vereinen und Unternehmen präsentieren dabei sich und ihre Leistungen. Die beiden Wiener Vorlesungen, am 7. und am 9. Mai, beschäftigen sich mit den Themen Krebstherapie und Gefühle und Affekte.

"Krebstherapie heute und morgen" am 7. Mai

Am Montag, 7. Mai 2001, 19 Uhr wird Prof. Dr. Christoph Zielinski bei den Wiener Vorlesungen zum Thema "Krebstherapie heute und morgen" sprechen. Der Vortrag findet im Festsaal der Gesellschaft der Ärzte
Frankgasse 8, 1090 Wien, statt.

Einleitung und Moderation dieser von Univ.-Doz. Dr. Hubert Ch. Ehalt, MA 18 - Wissenschafts- und Forschungsförderung, initiierten Veranstaltung übernimmt Prim. Doz. Dr. Harald Kritz von der Gesellschaft der Ärzte.

"Neue Methoden in den medizinischen Wissenschaften haben uns gelehrt, vieles zu verstehen, und die Therapiemöglichkeiten sind heute so gut wie nie zuvor. Dennoch stehen wir durch die revolutionären Einsichten, die Gentechnik und Molekularbiologie eröffnen, am Beginn bahnbrechender Entwicklungen.", unterstreicht Christoph Zielinski. Der 1952 in Wien geborene Mediziner ist derzeit Vizedekan der Medizinischen Fakultät, Universitätsprofessor für internistisch-experimentelle Onkologie an der Klinik für Innere Medizin I, stellvertretender Leiter der Klinischen Abteilung für Onkologie an der Klinik für Innere Medizin I der Universität Wien sowie wissenschaftlicher Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für klinisch-experimentelle Onkologie, Wien. Zu seinen Leistungen zählen wissenschaftliche Tätigkeit auf den Gebieten Onkologie und Hämatologie, klinische Immunologie, Rheumatologie, primäre und sekundäre Immundefizienzen einschließlich AIDS, und Immunpharmakologie. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.a. Goldenes Ehrenzeichen der Ärztekammer für Wien 1999; ASCO Merit Award 2000. Tätigkeit in Krebsgesellschaften, u.a. Vizepräsident der "Wiener Krebshilfe", Gründer und Ehrenpräsident der "Europa Donna Austria", Proponent und Vizepräsident der "Österreichischen Vereinigung für Klinische Onkologie", Vorsitzender der Initiative "Leben mit Krebs". Zahlreiche Publikationen, zuletzt: "Onkologie heute: Urogenitale Carcinome", gem. m. R. Jakesz, 2001.

Wiener Vorlesung über "Gefühle, Affekte, Affektlogik"

Über "Gefühle, Affekte, Affektlogik - ihr Stellenwert in unserem Wissenschafts-, Menschen- und Therapieverständnis” spricht Prof. Dr. Luc Ciompi bei den Wiener Vorlesungen am Mittwoch, 9. Mai 2001, um19 Uhr im Festsaal des Wiener Rathauses. Die Moderation dieses Vortrags übernimmt Chefarzt Dr. Stephan Rudas.

"Emotionale Einflüsse auf Denken und Verhalten sind bisher hauptsächlich als Störfaktoren betrachtet worden, die aus dem ‚reinen Denken’ und ‚rationalen Handeln’ so radikal wie nur möglich zu verbannen wären. Dass indessen affektive Komponenten nicht nur mit allem Denken immerzu untrennbar verbunden sind, sondern darin auch unverzichtbare organisatorische und integratorische Funktionen zu erfüllen haben, ist eine Erkenntnis, die sich erst in den letzten Jahren auf mehreren Gebieten der Wissenschaft zugleich Bahn zu brechen beginnt." unterstreicht Luc Ciompi.

Ciompi, geb. 1929, Professor für Psychiatrie, baute von 1963 an die sozialpsychiatrischen Dienste der Universitätsklinik Lausanne auf, war Direktor der Sozialpsychiatrischen Universitätsklinik Bern; war Begründer der therapeutischen Wohngemeinschaft "Soteria Bern" und Gastprofessor am Konrad-Lorenz-Institut für Evolutions- und Kognitionsforschung in Altenberg bei Wien. Zahlreiche Publikationen, u.a. "Außenwelt. Innenwelt. Die Entstehung von Zeit, Raum und psychischen Strukturen", 1988; "Zeit und Psychiatrie. Sozialpsychiatrische Aspekte", gem. m. H.-P. Dauwalder, 1990; "Soteria im Gespräch. Über eine alternative Schizophreniebehandlung", gem. m. E. Aebi u. H. Hansen, 1996; "Affektlogik. Über die Struktur der Psyche und ihre Entwicklung", 1998; "Die emotionalen Grundlagen des Denkens. Entwurf einer fraktalen Affektlogik", 19992; "Wie wirkt Soteria? Eine atypische Psychosenbehandlung - kritisch durchleuchtet", gem. m. H. Hoffmann u. M. Broccard, 2001.

"... und wo lassen Sie therapieren?"

Mit dem Vortrag von Prof. Dr. Luc Ciompi würdigen die Wiener Vorlesungen die Arbeit des Instituts für Ehe- und Familientherapie, das vor 25 Jahren von Prof. Dr. Hans Strotzka gegründet wurde. Aus Anlass dieses Jubiläums veranstaltet das Institut für Ehe- und Familientherapie vom 7.-9. Mai 2001 den Kongress "... und wo lassen Sie therapieren?" im Adolf-Czettel-Bildungszentrum, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien.
Informationen zum Kongress: Institut für Ehe- und Familientherapie, Praterstraße 40, 1020 Wien. Tel.: (01) 214 74 33, E-Mail:
Familientherapie@wiso.or.at

Internet: www.scienceweek.at/

Eine Übersicht über die Veranstaltungen der Science Week findet man im Internet unter www.scienceweek.at/ . (Schluss) hrs/eha

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