Schabl: Schüssel-Vorstoß für "Arbeiten bis 65" fern jeder Realität

Wirtschaft selbst betreibt aus Eigeninteresse "Freisetzung" älterer Arbeitnehmer

St. Pölten, (SPI) - "Als "fern jeder Realität" bezeichnet der Sozialsprecher der NÖ Sozialdemokraten und Zweite Präsident des NÖ Landtages, LAbg. Emil Schabl, die Aussagen von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel über das von der Bundesregierung angestrebte Ziel, jede Arbeitnehmerin und jeden Arbeitnehmer bis 65 Jahre zur Arbeit zu verpflichten. "Jeder zweite Arbeiter erreicht das gesetzliche Pensionsanfallsalter nicht, weil er vorzeitig wegen Invalidität oder Krankheit aus dem Berufsleben ausscheiden muss, die Mehrzahl der unselbstständig Beschäftigten werden von der Wirtschaft und den Unternehmen selbst ‚abgebaut‘, wenn sie ein bestimmtes Alter erreichen bzw. es jüngere und billigere Arbeitskräfte gibt. Nicht die Arbeitnehmer tragen daher die Schuld an einem früheren Ausscheiden aus dem Berufsleben, es ist die Wirtschaft selbst, die mit ihren Rahmenbedingungen eine derartige Entwicklung fördert", kritisiert Schabl.****

"Als Chef der Bundesregierung sollte Schüssel daher nicht fern jeder Realität argumentieren und agieren, sondern sich den wirklichen Problemen älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer widmen. Doch einmal mehr wird es augenscheinlich, dass diese Regierung ausschließlich als Lobbyist der Unternehmen agiert und ihre Augen vor den Interessen der arbeitenden Menschen verschließt. Dabei gäbe es viel zu tun. Anzusprechen sind hier Verbesserungen bei den Arbeitnehmerschutzbestimmungen sowie Verbesserungen des Kündigungsschutzes für ältere Arbeitnehmer, wenn diese ohne Grund von ihren Firmen gekündigt werden. Zusätzlich notwendig sind Qualifizierungsmaßnahmen und besondere Schwerpunktaktionen für ältere Arbeitslose", so Schabl.
(Schluss) fa

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