Frauenminister Haupt fordert geschlechtergerechten Sprachgebrauch

Frauen wollen auch sprachlich sicht- und hörbar werden

Wien (BMSG/OTS) - "Eine Gesellschaft, die sich zur
Gleichstellung von Frauen und Männern bekennt, muß dies auch im Sprachgebrauch zum Ausdruck bringen" erklärte Frauenminister Mag. Herbert Haupt anlässlich des Beschlusses der Bundesregierung im heutigen Ministerrat, dem geschlechtergerechten Sprachgebrauch im eigenen Wirkungsbreich besonderes Augenmerk zu schenken.

Der rechtlichen Gleichstellung beider Geschlechter muss eine
Sprache entsprechen, welche einerseits überholte Wertvorstellungen, Klischees und Vorurteile abbaut und andererseits Diskriminierungen vermeidet. "Frauen wollen in männlichen Formulierungen nicht länger 'mitgemeint' sein, sondern sprachlich in Erscheinung treten", betonte Haupt.

In den letzten Jahren habe sich diesbezüglich zwar einiges geändert, dennoch seien viele Vorschriften, Regelungen, etc. nach wie vor im generischen Maskulinum verfasst. Haupt dazu: "Wenn nur von Mitarbeitern, Studenten, Sportlern die Rede ist, werden die Leistungen von Frauen in diesen Bereichen aufgrund der männlichen Ausdrucksform ignoriert".

Geschlechtsspezifische Formulierungen sollten daher ein gesellschaftspolitisches Anliegen sein. Nur so können gesellschaftliche Strukturen verändert und aufgebrochen und ein Bewußtseinsprozess in Gang gesetzt werden.

"Im Zeichen des Gender-Mainstreaming-Ansatzes ist es mir
wichtig, ein Zeichen zu setzen und geschlechtergerechte Formulierungen in Gesetzen, Verordnungen, Verwaltungvorschriften, Formularen, etc. anzuregen", bekräftigte Haupt abschließend. (schluss) bxf

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