SP-Bauer: Qualitätssicherung als Rationalisierungsschlüssel im Gesundheitswesen

Wien (SK) Qualitätssicherung statt Selbstbehalte, die "direkt in eine Zwei-Klassen-Medizin führen", forderte heute SPÖ-Abgeordneter Hannes Bauer zur laufenden Diskussion um Strukturreformen im Gesundheitswesen. Österreichs Gesundheitswesen sei mit seinem chancengleichen Zugang für alle Menschen nach wie vor beispielgebend in Europa; bei den anstehenden Reformen dürfe der Grundsatz einer für alle frei zugänglichen Gesundheitsversorgung nicht in den Hintergrund gedrängt werden. "Der österreichische Grundsatz im Gesundheitswesen, wonach jeder Bürger - unabhängig von Einkommen und Alter - Anspruch auf eine bestmögliche medizinische Versorgung hat, muss weiter Gültigkeit haben", forderte Bauer am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Begrüßenswert sei die Forderung nach einem weiteren Ausbau des niedergelassenen Bereiches und der Gruppenpraxen; dadurch könne deren bedeutende Rolle insbesondere auch im Bereich der Vorsorgemedizin gestärkt werden. In Maßnahmen zur verstärkten Qualitätssicherung sieht Bauer den Schlüssel, um das Erreichte optimal abzusichern: dazu gehören unter anderem eine Vernetzung des Spitalsbereichs mit den niedergelassenen Ärzten, die Verbesserung der Zusammenarbeit der einzelnen Krankenhäuser und eine vernünftige Planung der Gesundheitsversorgung. "Unter dem Aspekt der Qualitätssicherung aber auch in finanzieller Hinsicht ist es vernünftig, Hochleistungsmedizin mit überregionalen Schwerpunkten und nicht als einen medizinischen Fleckerlteppich anzubieten. Daher müssen auch bundesländerübergreifende Kooperationsmodelle verstärkt weiterentwickelt werden". Interne Qualitätsprozesse in Spitälern, Arztpraxen und bei anderen Leistungsanbietern würden vor allem auch Überkapazitäten und schlechte Koordination transparent machen; verbesserte Kooperationen könnten die Wiederholung von Untersuchungen deutlich reduzieren. "Mehr Qualitätsmanagement macht eine Regulierung von oben weitgehend überflüssig. Verstärktes Augenmerk wird aber nicht nur auf den Bereich der medizinischen Versorgung, sondern auch auf die Kostenentwicklung bei Medikamenten zu richten sein".

Entscheidend sei, nicht schon wieder ausschließlich über Geld zu diskutieren, sondern die Zuordnung so zu treffen, dass sie jeweils optimalen Nutzen für den Patienten und maximale Wirtschaftlichkeit für den Leistungserbringer bringt. "Ziel aller Reformen in Gesundheitswesen darf nicht nur die Absicherung der Finanzierung, sondern auch eine weitere Verbesserung der Qualität der Behandlung und des Angebotes sein", betonte Bauer abschließend. (Schluss) se/mp

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