ÖH: Verordnung zu Studiengebühren fehlt nach wie vor!

8.000 Kolleginnen und Kollegen werden trotz Sonnenschein verunsichert im Regen stehen gelassen

Wien (OTS): Nach wie vor fehlt die Verordnung zur Einhebung der Studiengebühren und welche Studierende davon ausgenommen werden. "Wir bekommen täglich an die 100 Anfragen von verunsicherten Studierenden, wann, wo und wie eingezahlt werden muss. Ebenso verunsichert melden sich viele ausländische Kolleginnen und Kollegen," beschreibt Martin Faißt, Vorsitzender der Bundes-ÖH, die Situation. Es ist noch immer nicht klar, wie die Einhebung der Studiengebühren im Detail funktionieren soll und welche ausländischen Studierenden die Möglichkeit haben, einen Antrag auf Rückerstattung der Studiengebühren zu stellen.

Ausländische Studierende werden in Österreich immer mehr benachteiligt. So müssen sie 10.000,- pro Semester für die Uni zahlen und werden auch nicht die angekündigte Freifahrt in Wien in Anspruch nehmen können, da diese sinnloser Weise an den Bezug der Familienbeihilfe gekoppelt ist. Außerdem dürfen sie neben ihrem Studium keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, auch nicht in den Ferien, wie es in anderen europäischen Staaten durchaus üblich ist.

"Wir können die Studierenden nur unzureichend über die mögliche Situation im Herbst informieren, da es keine genauen Informationen aus dem Ministerium zur geplanten Einhebung der Gebühren gibt", so Martin Faißt. "Sollte es der Ministerin Gehrer so schwer fallen, eine solche Verordnung zu veröffentlichen, habe ich einen einfachen Tippe für sie: Es reicht in der Verordnung ein Satz, um alle Probleme zu lösen: Es sind, wie zuletzt im August 2000 versprochen, in Österreich keine Studiengebühren einzuheben."

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