Gewerbeverein: Warum ist die gelbe Post in Österreich so teuer?

Wien (OTS) - Benchmarking ist ein wichtiger Ansatz, um Preis-/Leistungsverhältnisse zu vergleichen. Der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) hat sich der Mühe unterzogen, die Kosten für die Beförderung eines Standardbriefes in verschiedenen Ländern zu vergleichen.

Bekanntlich kostet das Porto für diesen Standardbrief bei Post.at in Österreich sieben Schilling. Deutschland verlangt hierfür umgerechnet 7,70.-, wobei aber die Deutsche Post saftige Gewinne an den Eigentümer abliefert. In noch dichter besiedelten Ländern, wie Belgien beträgt das Porto für den Standardbrief 6,30.- öS, Großbritannien verlangt 5,70.- öS, die Niederlande lediglich 5,50.-öS. Selbst in Finnland mit einer extrem niedrigen Bevölkerungsdichte und weit teurerer Winterzustellung als Österreich kommt man mit dem österreichischen Porto aus. Norwegen - auch nicht gerade von Bevölkerungsdichte und Klima bevorzugt - bringt die Leistung für 6,20.- öS.

Nun wurde als Grundlage eine 95%-ige Zustellquote innerhalb eines Tages dem Vergleich zugrundegelegt.

Die Tests des ÖGV bei seinen zahlreichen Massenaussendungen zeigen, dass innerhalb Wiens! diese Quote mit etwa 75 Prozent nur annähernd erreicht wird. In Europa bringen im Vergleich nur Spanien und Griechenland schlechtere Werte. Der ÖGV meint, dass es nicht unbedingt ein Zeichen von Qualität ist - ohne die Leistungen der Post in diesen beiden Staaten zu kennen - mit diesen Ländern in Vergleich zu treten. Im Sinne einer zu fairen Preisen funktionierenden Wirtschaft - noch geht nicht alles via Internet - fordert der ÖGV die Verantwortlichen nachdrücklich auf, endlich eine annehmbare Performance zu bringen.

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