- 02.05.2001, 12:41:22
- /
- OTS0148 OTW0123
Kubitschek: Völlig aburde Vorwürfe Grassers gegenüber der SPÖ
Nicht die SPÖ sondern die stümperhafte Privatisierungspolitik Grassers Schuld an Börsenschwäche
Wien (SK) Den Vorwurf von Finanzminister Grasser, die SPÖ sei an der
Schwäche der Wiener Börse Schuld, bezeichnete
SPÖ-Wirtschaftssprecherin Maria Kubitschek als "völlig absurd" und
als einen "plumpen Versuch, die Schuld am eigenen Versagen anderen in
die Schuhe zu schieben". Kubitschek erinnerte in diesem Zusammenhang
an den Börsengang der Telekom Austria, den sie als "stümperhaft"
bezeichnete. "Die Telekom wurde zu einem Zeitpunkt platziert, als
IT-Aktien bereits stark unter Druck standen. Aber auch die praktisch
fast zeitgleich angesetzte Versteigerung der UMTS-Lizenzen oder die
Diskussion über die Novellierung des Telekom-Gesetzes sind Argumente,
die Investoren im Vorhinein von einer Investition abschrecken, weil
die Rahmenbedingungen zu unsicher sind. Die Folge davon war, ein
äußerst niedriger Kurs und damit ein sehr geringen Erlös." Kubitschek
sprach von einer Verschleuderung von Volksvermögen. ****
Die Regierung wollte mit den Telekom Austria-Papieren eine Art
Volksaktie schaffen, um die Wiener Börse zu beleben. "Das Ergebnis
war aber, dass nun alle, die sich zum Kauf einer Telekom-Aktie
überreden ließen, auf Jahre hinaus keine weiteren Aktien erstehen
werden. Damit ist der Regierung das Gegenteil einer Börsenoffensive
gelungen", unterstrich die SPÖ-Wirtschaftssprecherin.
Kubitschek bezeichnete die Privatisierungspolitik Grassers im
Allgemeinen als sehr amateurhaft. "Im vergangenen Jahr gingen der
ÖIAG durch die Politik der blau-schwarzen Regierung 38 Milliarden
Schilling verloren." Denn durch den Zeitdruck, den sich Grasser
selbst bei den Privatisierungsvorhaben auferlegt, werde der Preis für
die Unternehmen sicher nicht nach oben geschraubt. Zudem habe der von
Grasser und Prinzhorn installierte Aufsichtsrat ein Gutachten für
weitere Privatisierungen bestellt, was aber sogleich von Grasser
widerrufen wurde. "Damit wird das Vertrauen der Anleger in Titel aus
der ÖIAG sicher nicht erhöht", unterstrich Kubitschek. (Schluss) ns
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK/SPK






