Österreichs Manager halten Regierungsarbeit für weniger wirtschaftsfreundlich

Wien (OTS) - Deutlich schlechter als im Herbst 2000 bewerten Österreichs Manager derzeit die Wirtschaftsfreundlichkeit der Regierungsarbeit. Wie aus dem jüngsten Managermonitoring des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF), der Triconsult und des Wirtschaftsmagazins Gewinn hervorgeht, halten 23 Prozent der Befragten die Arbeit der österreichischen Bundesregierung für sehr bzw. eher wirtschaftsfreundlich während 27 Prozent vom Gegenteil (eher bzw. überhaupt nicht wirtschaftsfreundlich) überzeugt sind. 50 Prozent bewerten sie als durchschnittlich. Im Herbst 2000 hingegen orteten noch 48 Prozent der heimischen Führungskräfte eine wirtschaftsfreundliche Regierungsarbeit, 16 Prozent waren diesbezüglich der entgegengesetzten Ansicht und 31 Prozent beurteilten sie als durchschnittlich.

Bei der Benotung (analog Schulnotensystem 1=sehr gut, 5=sehr schlecht) konkreter Arbeitsbereiche der Regierung erzielt das Kapitel Verkehr/Infrastruktur in der Frühjahr 2001-Umfrage mit einem Mittelwert von 4,0 den mit Abstand schlechtesten Wert. Die Regierungsarbeit hinsichtlich Steuern und Abgaben kommt auf einen Mittelwert von 3,4 , jene in Bezug auf die Unternehmen der öffentlichen Hand auf 3,3 und die Sozialpolitik auf 3,1. Immerhin meint mehr als die Hälfte der Manager (53 Prozent), dass die Verwaltungsreform der Regierung ein echtes Anliegen ist, 46 Prozent sind der Ansicht, es handle sich dabei nur um "Kosmetik".

Eher bescheiden fällt auch die Beurteilung der Rolle des ÖIAG-Aufsichtsrates aus: Am schlechtesten benoten (analog Schulnotensystem) Österreichs Manager mit einem Mittelwert von 3,7 die Öffentlichkeitsarbeit des ÖIAG-Aufsichtsrates, gefolgt von seiner Personalpolitik mit 3,6. Qualitative Industriepolitik (Mittelwert 3,1), parteipolitische Unabhängigkeit (3,0) und Zukunftsorientierung (3,0) schnitten dabei vergleichsweise am besten ab.

Nicht sehr positiv fällt die Einschätzung des in den nächsten vier Monaten zu erwartenden Konjunkturklimas aus: Nur neun Prozent der Führungskräfte rechnen mit steigender Konjunktur, 44 Prozent glauben an gleichbleibende Werte und eine Mehrheit von 47 Prozent sieht eine fallende Konjunktur herankommen. Im November 2000 lauteten die Vergleichszahlen noch 23 Prozent (steigend), 51 Prozent (gleichbleibend) und 24 Prozent (fallend).

(Anmerkung: Basis des Managermonitoring sind 226 Führungskräfte, die an der Befragung teilgenommen haben.)

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