- 02.05.2001, 12:40:02
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- OTS0147 OTW0122
Österreichs Manager halten Regierungsarbeit für weniger wirtschaftsfreundlich
Wien (OTS) - Deutlich schlechter als im Herbst 2000 bewerten
Österreichs Manager derzeit die Wirtschaftsfreundlichkeit der
Regierungsarbeit. Wie aus dem jüngsten Managermonitoring des
Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF), der Triconsult und des
Wirtschaftsmagazins Gewinn hervorgeht, halten 23 Prozent der
Befragten die Arbeit der österreichischen Bundesregierung für sehr
bzw. eher wirtschaftsfreundlich während 27 Prozent vom Gegenteil
(eher bzw. überhaupt nicht wirtschaftsfreundlich) überzeugt sind. 50
Prozent bewerten sie als durchschnittlich. Im Herbst 2000 hingegen
orteten noch 48 Prozent der heimischen Führungskräfte eine
wirtschaftsfreundliche Regierungsarbeit, 16 Prozent waren
diesbezüglich der entgegengesetzten Ansicht und 31 Prozent
beurteilten sie als durchschnittlich.
Bei der Benotung (analog Schulnotensystem 1=sehr gut, 5=sehr
schlecht) konkreter Arbeitsbereiche der Regierung erzielt das Kapitel
Verkehr/Infrastruktur in der Frühjahr 2001-Umfrage mit einem
Mittelwert von 4,0 den mit Abstand schlechtesten Wert. Die
Regierungsarbeit hinsichtlich Steuern und Abgaben kommt auf einen
Mittelwert von 3,4 , jene in Bezug auf die Unternehmen der
öffentlichen Hand auf 3,3 und die Sozialpolitik auf 3,1. Immerhin
meint mehr als die Hälfte der Manager (53 Prozent), dass die
Verwaltungsreform der Regierung ein echtes Anliegen ist, 46 Prozent
sind der Ansicht, es handle sich dabei nur um "Kosmetik".
Eher bescheiden fällt auch die Beurteilung der Rolle des
ÖIAG-Aufsichtsrates aus: Am schlechtesten benoten (analog
Schulnotensystem) Österreichs Manager mit einem Mittelwert von 3,7
die Öffentlichkeitsarbeit des ÖIAG-Aufsichtsrates, gefolgt von seiner
Personalpolitik mit 3,6. Qualitative Industriepolitik (Mittelwert
3,1), parteipolitische Unabhängigkeit (3,0) und Zukunftsorientierung
(3,0) schnitten dabei vergleichsweise am besten ab.
Nicht sehr positiv fällt die Einschätzung des in den nächsten vier
Monaten zu erwartenden Konjunkturklimas aus: Nur neun Prozent der
Führungskräfte rechnen mit steigender Konjunktur, 44 Prozent glauben
an gleichbleibende Werte und eine Mehrheit von 47 Prozent sieht
eine fallende Konjunktur herankommen. Im November 2000 lauteten die
Vergleichszahlen noch 23 Prozent (steigend), 51 Prozent
(gleichbleibend) und 24 Prozent (fallend).
(Anmerkung: Basis des Managermonitoring sind 226 Führungskräfte,
die an der Befragung teilgenommen haben.)
Rückfragehinweis: WdF-Bundesgeschäftsstelle
Tel. 01-712 65 10
e-mail: wdf@iv-net.at
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