• 02.05.2001, 12:25:32
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  • OTS0141 OTW0117

Wissenschaftliche Nachwuchselite trifft sich auch heuer in Steyr

Wien (OTS) - Die Europäischen Wissenschaftstage in Steyr, die
dieses Jahr unter dem Generalthema "Geld, Glück und Ungeduld. Die
sozialen und psychologischen Hintergründe des Wirtschaftslebens"
stehen, bieten auch heuer begabten Nachwuchswissenschaftern aus aller
Welt eine prominent besetzte Kommunikationsplattform. Vom 2. bis 5.
Juli 2001 werden nicht nur international renommierte Forscher
verschiedener Fachrichtungen zum Thema referieren; an den Workshops
im Vorfeld nehmen 50 hochqualifizierte Post-Graduate-Studierende aus
Europa und den USA teil.****

Für die diesjährige "Summer School" der Europäischen
Wissenschaftstage, die, ebenso wie die gesamte Tagung unter der
wissenschaftlichen Leitung von Professor Ernst Fehr, Universität
Zürich, steht, haben sich 150 Post-Graduate-Studierende aus mehr als
20 Ländern beworben. 50 davon wurden nach einem strengen
Begutachtungsverfahren von der Universität Zürich nominiert und
nehmen an den Workshops zum Thema "Geld, Glück und Ungeduld" teil.
Interdisziplinarität steht bei der Auswahl der Studierenden im
Vordergrund: Die Bandbreite der Ausbildungswege und akademischen
Interessen der Teilnehmer reicht von Wirtschafts- und
Politikwissenschaft, Physik, Spieltheorie, Mathematik, über
Experimentelle Psychologie und Evolutionstheorie bis hin zu
Verhaltenswissenschaften.

Das Thema "Social Preferences, Informal Sanctions and Social
Norms", mit dem die Summer School am 2. Juli startet, steht unter der
Federführung von Matthew Rabin von der Berkeley University. Dabei
geht es um die Frage, wie sich Individuen verhalten, die nicht nur
auf ihr Eigenwohl, sondern auch auf das Wohl und das Verhalten
anderer Individuen achten. Erörtert werden dabei auch, auf welcher
Grundlage soziale Sanktionsmechanismen beruhen und wie Individuen das
Verhalten der anderen in ihr eigenes Verhalten mit einbeziehen.

Der Arbeitskreis "Emotions and Bounded Rationality in
Intertemporal Choice" unter der Leitung von Armin Falk von der
Universität Zürich beschäftigt sich mit der Frage, wie uns Emotionen
und Vernunft beeinflussen, wie sie unser Verhalten prägen,
insbesondere bei regelmässig wiederkehrenden Entscheidungen (z.B.
Konsumentscheidungen).

"Networks, Social Interactions, and Social Capital" wird von
Sendhil Mullainathan (Massachusetts Institute of Technology) und
Herbert Gintis (University of Massachusetts-Amherst) geleitet und
thematisiert das Entstehen sozialer Netzwerke. Hier wird der Frage
nachgegangen, was Sozialkapital ist und welchen Einfluss die
gemeinsame Interaktion in einem Netzwerk auf das individuelle
Verhalten bzw. den individuellen Erfolg hat. Beispiele dafür wären
etwa berufliche Netzwerke, kulturell geprägte Netzwerke, u.ä.

Der Arbeitskreis "Learning and Bounded Rationality" (Leitung Colin
Camerer, California Institute of Technology) schließlich untersucht,
wie Menschen lernen, sich optimal zu verhalten. Dabei geht es auch um
Grundmuster des Lernens sowie die Entstehung rationalen Verhaltens.
Thematisiert werden Fragen nach dem Einfluss von Informationen und
Anreize, und ob Menschen den Homo Oeconomicus "erlernen".

Nach Abschluss der Workshops werden am 4. und 5. Juli
international führende Wissenschafter, darunter der Nobelpreisträger
für Ökonomie, Reinhard Selten (Universität Bonn), Robert Lane (Yale
University), Ernst Fehr (Universität Zürich) oder Stephen Knack von
der Weltbank aktuelle Forschungsergebnisse vortragen.

Rückfragehinweis: Europäische Wissenschaftstage Steyr
Loquaiplatz 12, 1060 Wien
Tel. 01/599 32 39
Mail: office@sync-relations.at

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