Wissenschaftliche Nachwuchselite trifft sich auch heuer in Steyr

Wien (OTS) - Die Europäischen Wissenschaftstage in Steyr, die dieses Jahr unter dem Generalthema "Geld, Glück und Ungeduld. Die sozialen und psychologischen Hintergründe des Wirtschaftslebens" stehen, bieten auch heuer begabten Nachwuchswissenschaftern aus aller Welt eine prominent besetzte Kommunikationsplattform. Vom 2. bis 5. Juli 2001 werden nicht nur international renommierte Forscher verschiedener Fachrichtungen zum Thema referieren; an den Workshops im Vorfeld nehmen 50 hochqualifizierte Post-Graduate-Studierende aus Europa und den USA teil.****

Für die diesjährige "Summer School" der Europäischen Wissenschaftstage, die, ebenso wie die gesamte Tagung unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Ernst Fehr, Universität Zürich, steht, haben sich 150 Post-Graduate-Studierende aus mehr als 20 Ländern beworben. 50 davon wurden nach einem strengen Begutachtungsverfahren von der Universität Zürich nominiert und nehmen an den Workshops zum Thema "Geld, Glück und Ungeduld" teil. Interdisziplinarität steht bei der Auswahl der Studierenden im Vordergrund: Die Bandbreite der Ausbildungswege und akademischen Interessen der Teilnehmer reicht von Wirtschafts- und Politikwissenschaft, Physik, Spieltheorie, Mathematik, über Experimentelle Psychologie und Evolutionstheorie bis hin zu Verhaltenswissenschaften.

Das Thema "Social Preferences, Informal Sanctions and Social Norms", mit dem die Summer School am 2. Juli startet, steht unter der Federführung von Matthew Rabin von der Berkeley University. Dabei geht es um die Frage, wie sich Individuen verhalten, die nicht nur auf ihr Eigenwohl, sondern auch auf das Wohl und das Verhalten anderer Individuen achten. Erörtert werden dabei auch, auf welcher Grundlage soziale Sanktionsmechanismen beruhen und wie Individuen das Verhalten der anderen in ihr eigenes Verhalten mit einbeziehen.

Der Arbeitskreis "Emotions and Bounded Rationality in Intertemporal Choice" unter der Leitung von Armin Falk von der Universität Zürich beschäftigt sich mit der Frage, wie uns Emotionen und Vernunft beeinflussen, wie sie unser Verhalten prägen, insbesondere bei regelmässig wiederkehrenden Entscheidungen (z.B. Konsumentscheidungen).

"Networks, Social Interactions, and Social Capital" wird von Sendhil Mullainathan (Massachusetts Institute of Technology) und Herbert Gintis (University of Massachusetts-Amherst) geleitet und thematisiert das Entstehen sozialer Netzwerke. Hier wird der Frage nachgegangen, was Sozialkapital ist und welchen Einfluss die gemeinsame Interaktion in einem Netzwerk auf das individuelle Verhalten bzw. den individuellen Erfolg hat. Beispiele dafür wären etwa berufliche Netzwerke, kulturell geprägte Netzwerke, u.ä.

Der Arbeitskreis "Learning and Bounded Rationality" (Leitung Colin Camerer, California Institute of Technology) schließlich untersucht, wie Menschen lernen, sich optimal zu verhalten. Dabei geht es auch um Grundmuster des Lernens sowie die Entstehung rationalen Verhaltens. Thematisiert werden Fragen nach dem Einfluss von Informationen und Anreize, und ob Menschen den Homo Oeconomicus "erlernen".

Nach Abschluss der Workshops werden am 4. und 5. Juli international führende Wissenschafter, darunter der Nobelpreisträger für Ökonomie, Reinhard Selten (Universität Bonn), Robert Lane (Yale University), Ernst Fehr (Universität Zürich) oder Stephen Knack von der Weltbank aktuelle Forschungsergebnisse vortragen.

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