ARBÖ: Unfälle und Staus am Wochenende machen Infrastrukturprobleme deutlich

Verschiebung der Lkw-Maut wirkt negativ auf die

Wien (ARBÖ) - Verkehrssicherheit

Der starke Wochenendreiseverkehr mit dem schweren
Busunglück und zahlreichen Staus hat wieder einmal deutlich die Infrastrukturprobleme im hochrangigen Straßennetz in Österreich aufgezeigt, so der ARBÖ.

Der stetig steigende unternehmerische Schwerverkehr sorgt für kaputt gefahrene Schnellstraßen und Autobahnen und lässt das Unfallrisiko steigen. Das für die Sanierung des Autobahn- und Schnellstraßennetzes und für die Finanzierung der notwendigen Ausbaumaßnahmen dringend benötige LKW-Road-Pricing wird aber weiterhin auf den St. Nimmerleinstag verschoben.

Nach Meinung des ARBÖ muss der Lkw-Verkehr umgehend mehr als bisher zur Finanzierung der Infrastruktur beitragen, damit wieder ein Vorwärtskommen im Straßenbau erkennbar wird. Jede weitere Verzögerungen bei der Lkw-Maut bedeutet den Verzicht auf Straßenbau und Straßenerhaltung. Auch die Verkehrssicherheit leidet darunter.

Für den ARBÖ sind sichere Straßen im heutigen modernen Leben unverzichtbar. "Mittel, die von den Autofahrern durch Zahlungen von Abgaben geleistet werden, sollten auch für die Erhaltung und den Ausbau des Straßenverkehrsnetzes, sowie im Interesse der Verkehrssicherheit, Verwendung finden und nicht zur Quersubventionierung des unternehmerischen Schwerverkehrs dienen", betont der ARBÖ.

Straßenverkehrsinfrastruktur wird vernachlässigt

Durch eine seit 1998 wiederkehrende Verzögerungspolitik bei der Lkw-Maut verzichtet die Bundesregierung auf Milliarden Schilling für den Straßenbau. Jedes Jahr an Verschiebung kostet dem Finanzminister drei Milliarden Schilling, von 1998 bis 2003 sind es rund 18 Milliarden Schilling an Einnahmen für den Straßenbau.

Mangelnde Verkehrssicherheit und Staubildungen, wie wir es seit Jahren, und nahezu täglich im Großraum von Wien auf der A 23, Südosttangente und der A2, Südautobahn erleben, verursachen Unfallgefahren und zugleich enorme volkswirtschaftliche Kosten in zweistelligen Milliardenbeträgen pro Jahr.

Wer den Schwerverkehr schont, garantiert, nach Ansicht des ARBÖ, letztendlich die ungezügelte Zunahme des Güterverkehrs durch Österreich mit all seinen negativen Folgen.

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