Laska präsentiert E-Learning für krebskranke Kinder

Schulunterricht vom Krankenbett live in die Klasse

Wien, (OTS) Ein zukunftsweisendes Projekt wurde am Mittwoch im St. Anna Kinderspital von Vizebürgermeisterin Grete Laska und der designierten Präsidentin des Stadtschulrates Dr. Susanne Brandsteidl der Öffentlichkeit präsentiert. "E-Learning für krebskranke Kinder" gibt den jungen PatientInnen die Möglichkeit, trotz Krankenhausaufenthalt den Kontakt mit den KlassenkollegInnen zu erhalten. Mittels Laptop, schnellen Datenleitungen und Webcam soll kranken Kindern die Teilnahme am regulären Schulunterricht ermöglicht werden. Dadurch kann die monatelange Isolation der kleinen PatientInnen während des Behandlungszeitraumes zumindest teilweise aufgehoben werden.

Das Projekt ist auf Initiative der Stadt Wien, des Psychosozialen Teams des St. Anna Kinderspitals und der Elterninitiative für krebskranke Kinder zu Stande gekommen. Einen wesentlichen Beitrag bei der erfolgreichen Umsetzung haben der Stadtschulrat für Wien, HP Österreich und Wienstrom Telekommunikation geleistet.****

Für Vizebürgermeisterin und Sozialstadträtin Grete Laska ist es " ein wichtiger Schritt die psychische Situation der jungen PatientInnen zu verbessern und daher auch ein Beitrag zum schnelleren gesund werden. Die Nutzung der modernsten Technologien stellt auch eine Unterstützung der eindrucksvollen Arbeit der HeilstättenlehrerInnen dar". Mussten bis jetzt doch sehr viele zeitliche und örtliche Hürden bewältigt werden, um den sozialen Kontakt aufrecht erhalten zu können.

Zwtl. Die Arbeit der Wiener Heilstättenschule

Die 1918 gegründete Heilstättenschule ist eine eigenständige Schule des Wiener Stadtschulrates. Derzeit werden jährlich ca. 5000 junge PatientInnen von 94 PädagogInnen betreut. Der Unterricht für kranke Kinder findet derzeit in zehn Wiener Krankenanstalten statt. Zu den Aufgaben der HeilstättenlehrerInnen gehört - die psychische und physische Befindlichkeit berücksichtigend - das Feststellen des erreichten Leistungsniveaus, das Nachholen versäumter Lehrinhalte, das Erarbeiten neuen Lehrstoffes und die Unterstützung bei der Rückführung in den Klassenverband.

Zwtl. Besondere Herausforderung

In diesem Zusammenhang erwähnte die designierte Präsidentin des Wiener Stadtschulrates Dr. Susanne Brandsteidl: "Das der Einsatz neuer Technologien pädagogisch immer eine neue Chance für den Unterricht darstellt, steht E-Learning doch generell für eine Öffnung der Schule, für ein Hereinholen der Welt ins Klassenzimmer. Dieses Projekt bedeutet speziell eine besondere Herausforderung für beide Gruppen von SchülerInnen. Für die kleinen PatientInnen im St. Anna Kinderspital ermöglicht es ein "Dabeisein" in der Klasse und auch ein Teilhaben am Lachen, an der Freude, am Spaß in der Schule. Und für die "gesunden" KlassenkollegInnen ist dieses neue Projekt eine Chance zur Erhöhung ihrer Sozialkompetenz: Sie erfahren durch den ständigen Kontakt mit ihren kranken FreundInnen, dass Krankheit ein - wenn auch ungeliebter und bisweilen tragischer- Bestandteil des Lebens ist, und sie lernen, damit umzugehen.

Zwtl. Reintegration in den Klassenverband

Oberste Ziele sind das Erhalten der schulischen Realität für die Kinder, die kontinuierliche Fortsetzung des Unterrichts und die reibungslose Reintegration in die Herkunftsschule.
Der Unterricht wird dem Krankheitsbild der Kinder angepasst und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Schule. Nach der Entlassung aus der stationären Behandlung erfolgt entweder die Rückkehr in die Herkunftsschule oder der Hausunterricht: die Reintegration wird je nach Bedarf vorbereitet und begleitet, der Hausunterricht erfolgt zwischen zwei Spitalsaufenthalten oder geht seinerseits nahtlos in eine Reintegration über. (Schluss) mw

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