• 02.05.2001, 09:31:16
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  • OTS0051 OTW0042

ots Ad hoc-Service: Herzog TELECOM AG <DE0005777700> Gericht eröffnet Herzog-Insolvenz / Grund: Zahlungsunfähigkeit der AG

Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG
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Trier (ots Ad hoc-Service) - Am 01.05.01, um 11 Uhr hat
Amtsgerichtsdirektorin in Trier, Frau Jutta Terner das
Insolvenzverfahren gegen die Herzog Telecom AG eröffnet.

Die ungewöhnliche Eröffnung des Verfahrens an einem Feiertag
erklärte die Amtsgerichtsdirektorin mit Nachteilen, die sonst den
HerzogTel-Mitarbeitern entstanden wären. "Wäre das Verfahren, wie
vorgesehen, einen Tag später eröffnet worden, hätten die Mitarbeiter
für diesen einen Tag kein Insolvenzgeld bekommen" sagte Terner. Die
Direktorin betonte, dass das Verfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und
nicht wegen Überschuldung eingeleitet wurde.

Der vorläufige Insolvenzverwalter, Justizrat Hermann Schmitt,
hatte am Montag alle nötigen Gutachten vorgelegt; genügend verfügbare
Masse, um das Verfahren zu eröffnen, sei vorhanden, so die
Amtsgerichtsdirektorin. Der vorläufige Insolvenzverwalter Schmitt
wurde mit der weiteren Verwaltung beauftragt. Nun versucht Schmitt
mit einem Insolvenzplan das angeschlagene Unternehmen zu retten. Vom
Insolvenzverfahren betroffen ist auch die 100-prozentige Herzog-
Telecom-Tochter "Herzog Direkt GmbH". Bis zum 15. Mai wird Justizrat
Schmitt einen entsprechenden Business-Plan vorlegen. Zur Zeit wird
mit zwei Investoren verhandelt, die Interesse an dem angeschlagenen
Mobilfunkhändler haben. In den Wochen seit Bekanntwerden der Krise
ist die am Geregelten Markt notierte AG schon stark umgebaut worden:
Von den einst über 200 Mitarbeitern sind zur Zeit noch etwa 50
Mitarbeiter bei der AG beschäftigt. "Im nächsten Monat werden es noch
40 sein. Einige haben gekündigt und eine neue Stelle gefunden. Von
den 40 Mitarbeitern sind elf Azubis", sagte Firmenchef Sven Herzog.
Inzwischen ist das Unternehmen aus den Räumlichkeiten in der
Diedenhofenerstraße in Trier aus- und wieder in seine ehemaligen
Räumlichkeiten in der Luxemburger Straße eingezogen. Von den einst 26
Filialen sind nur noch weitere vier Standorte in Bonn, Saarbrücken,
Trier und Wittlich übrig geblieben.

Neue Vertriebsmarke: "One Cent"

In den Filialen hat die Herzog Telecom AG auch schon ihren
Vertriebsnamen geändert. Das Unternehmen stellt sich unter dem Namen
"One Cent" neu im Markt auf. Die börsennotierte Herzog Telecom AG
bleibt aber weiterhin unter ihrem Namen am Geregelten Markt notiert.

Von den 10 869 Mobilfunkkunden mit einem Miethandy, die noch
Forderungen gegenüber dem Trierer Unternehmen haben, wurden bisher
knapp 400 angeschrieben. Herzog versucht in einem Tauschgeschäft -
Miethandy gegen Verzicht der Gebührenrückforderungen einen Teil
seiner Außenstände zu begleichen. Nach Herzog-Angaben belaufen sich
die Forderungen aus dieser Gruppe auf rund 1,5 Millionen Mark.

WKN: 577770; Index: Notiert: Geregelter Markt in Berlin, Frankfurt
und München; Freiverkehr in Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart

Ende der Mitteilung

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