Schüssel: Wir arbeiten, andere demonstrieren!

Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ältere Arbeitskräfte und Bildung als Schwerpunkte

Wien, 1.Mai 2001 (ÖVP-PD) "Wir arbeiten, andere demonstrieren. Das Ziel der Vollbeschäftigung ist fast erreicht. Nun geht es darum, noch besser zu werden und dafür sind die besten Ideen und Köpfe gefragt", erklärte Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel beim Round-Table Gespräch der ÖVP zum "Tag der neuen Arbeit" im Vienna Twin Tower. "Wir sind in vielen Bereichen schon sehr gut. Mehr als 3,1 Millionen Menschen haben heute in Österreich einen Arbeitsplatz. Das sind um 16.000 Beschäftigte mehr als im Vorjahr", so Schüssel. Das Problem sei nun, dass "wir zuviel Arbeit aber zuwenig Arbeitskräfte haben".

Die Zahl der Arbeitslosen sei im Vergleich zum April 1999 um mehr als 40.000 Personen gesunken. "Das sind so viele Menschen wie im Ernst-Happel-Stadion bei einem Spitzenmatch zusammenkommen." Auch bei der Jugendarbeitslosigkeit "ist etwas weitergegangen": "Hier sind wir in einer Spitzenposition, der EU-Schnitt beträgt fast das Dreifache", sagte der Kanzler.

Die Probleme des heimischen Arbeitsmarktes lägen woanders: "Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist noch nicht so, wie wir sie wollen. Erst wenn die Gesellschaft der Ichlinge versteht, dass es gut ist, wenn man Kinder hat, haben wir unser Ziel wirklich erreicht." Das Kinderbetreuungsgeld sei dabei ein wichtiger Schritt. Gleichzeitig würden entsprechende Maßnahmen gesetzt werden, um Frauen den Wiedereinstieg in das Berufsleben zu erleichtern. Wirtschaftsminister Bartenstein werde 5 Milliarden Schilling für Qualifizierungmaßnahmen zur Verfügung stellen, und "mehr als die Hälfte davon allein für Frauen."

Im Bereich der Bildung, in dem Elisabeth Gehrer "die Zukunftsministerin" sei, gehe es darum, "die österreichischen Bildungsinstitutionen so umzubauen, dass wir den Jungen eine erstklassige Chance mit auf den Weg geben können."

"Absurd" sei, so Schüssel, dass die Wirtschaft auf die Erfahrung der älteren Arbeitskräfte verzichte. Das Regelprinzip müsse sein, auch mit 65 Lebensjahren noch zu arbeiten. Auf dem Weg dorthin brauche man natürlich Übergangsfristen und müsse auf den Vertrauensschutz Bedacht nehmen. "Am Grundprinzip führt aber kein Weg vorbei", sagte der Kanzler.

"Die Menschen haben das Gefühl, es tut sich etwas, es bewegt sich etwas", sagte der Kanzler zur Politik der letzten 14 Monate. Wenn es um Arbeit und Wirtschaft gehe, müsse man "von den besten Beispielen lernen" und dürfe sich nicht von den Bremsversuchen derer hindern lassen, "die glauben, was vor 10 Jahren gewesen ist, ist das Paradies". Spürbar werde "ein neuer Stil und der muss prägend für die Republik sein", schloss Schüssel. (Fortsetzung)

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