Trafikanten dem Diktat der POST AG ausgeliefert!

Monopolistische Vorgangsweise verschlechtert auch Nahversorgung!

Wien, 01-05-2001 (OTS): "Die Post will die Trafikanten offenbar aus dem Geschäft drängen", empört sich Mag. Dieter Langer, Vizepräsident der WK-Wien. "Man hat dies seitens der Post in den Verhandlungen sogar unumwunden zugegeben. Der Hinweis, daß die Kürzung der Provision beim Verkauf von Briefmarken um mehr als 70% in einigen Fällen existenzbedrohend wird, wurde einfach negiert. Immerhin geht es um einen zweistelligen Millionenbetrag, der den Trafikanten nun einfach weggenommen wird."****

Nachdem die Postämter bereits Papier- und Schreibwaren verkaufen, so ist dies nun der nächste Angriff auf die Trafikanten. Und die können sich nicht wehren, weil die Provisionskürzung ein einseitiger "Hoheitsakt" der Post ist. Obwohl den Trafikanten durch die Monopolverwaltung ohnehin Beschränkungen auferlegt wurden, so werden sie nun durch die Post sukzessive in jenen Geschäftsbereichen massiv bedrängt, in denen noch ein halbwegs kaufmännisches Agieren möglich war.

"Weder das Argument der Nahversorgung, noch der Hinweis darauf, daß hier großteils Schwerbehinderte betroffen werden, konnte bis dato ein Einlenken der Post bewirken", führt Langer weiter aus. "Die Betonierer der Post agieren wie in schlechten, staatsmonopolistischen Zeiten. Selbst die Raubritter im Mittelalter waren bei der Erhöhung von Straßenzöllen gnädiger"!

Die Post rechnet damit, daß die Trafikanten auf den Verkauf der Marken nicht wirklich verzichten können. Die Trafiken brauchen diese Marken einfach, um auch Kuverts und Billets verkaufen zu können. Und genau das will die Post in Zukunft verstärkt selber machen. Daß dies für die Konsumenten und Nahversorgung eine Verschlechterung bedeutet, weil es nur etwa 2.800 Postämter, aber 5000 Trafiken gibt, wird seitens der Post in Kauf genommen. Es spielt für die Post auch keine Rolle, daß die Öffnungszeiten der Trafiken deutlich länger sind, als jene der Postämter.

"Wenn nun den Trafikanten angeboten wird, künftig auch vorfrankierte Briefe für die Post verkaufen zu können, klingt das wie ein Hohn; denn damit wird natürlich auch der Verdienst bei den Kuverts von der Post eingestreift, und die Trafikanten schauen dabei gleich ein zweites Mal durch die Finger", erklärt Langer.

"Die wehrlosen Trafikanten werden zum Spielball der postalischen Willkür und einfach den Interessen der Post geopfert. Auch die neuen Verträge, die die Trafikanten nun unterschreiben sollen, zeigen von der Brutalität in der Vorgehensweise gegenüber "Geschäftspartnern", die sich nicht wehren können. Denn auch hier wird "obrigkeitsstaatliche" Willkür festgeschrieben, da weiterhin einseitige Provisionsfestlegungen seitens der Post möglich sind, statt die Trafikanten fair und als gleichberechtigte Geschäftspartner zu behandeln", schloß Langer.

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