Glawischnig: Nachverhandlungen der Temelin-UVP sofort starten

Grüne wollen Gespräch mit Industrieminister Gregr

Wien (OTS) - "Die Zeit drängt. Kommt es nicht sofort zu Nachverhandlungen über einen Neustart der UVP, geht weitere wertvolle Zeit in der letzten, alles entscheidenden Phase der UVP verloren," so Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen. "Bundesminister Molterer ist dringend aufgefordert, die Nachverhandlungen zur UVP sofort zu starten. Kernforderungen der Grünen für eine seriöse UVP sind: keine zeitliche Befristung, Neuerstellung der völlig veralteten Umweltgutachten, umfassende Bürgerbeteiligung und Betriebsstopp für den Zeitraum der UVP. "Beharrt Tschechien auf seinem Standpunkt bezüglich Vorgangsweise, ist die UVP mit dem Hearing am 9. und 10. Mai abgeschlossen. Damit gibt es für das Pannenkraftwerk eine internationale Legitimierung durch eine unseriöse UVP."

Nach den Meldungen über den schweren Turbinenschaden und den damit verbundenen massiven Verzögerungen der geplanten Inbetriebnahme besteht die Chance für eine völlige Neukonzeption der Temelin-UVP, die auch für die österreichischen Temelin-Gegner akzeptabel ist. In Richtung tschechisches Aussenministerium meinte die Umweltsprecherin, dass die Prüfung der sog. Nullvariante keinesfalls eine Einmischung in das souveräne Recht auf freie Wahl der Energiepolitik darstelle, sondern Bestandteil einer modernen UVP nach EU-Standards sei.

Die Grüne Umweltsprecherin hat weiters den tschechischen Industrieminister Gregr um ein rasches Treffen zur Diskussion des heftig kritisierten UVP-Prozess ersucht.

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