Protest gegen Bildunsgpolitik am "Tag der Arbeit" Metallerjugend gegen Verschlechterungen für junge Menschen

Wien (Gewerkschaft Metall - Textil/ÖGB) "Die Bundesregierung könnte sich wenigstens am Tag der Arbeit daran erinnern, dass es in Österreich Menschen gibt, die nicht alles haben und die Politiker brauchen, die für ihre Interessen arbeiten", sagt Metallerjugendvorsitzender Albert Maringer anlässlich des 1. Mai.+++++

In den vergangenen eineinhalb Jahren habe die Bundesregierung anscheinend vollkommen vergessen, dass gute Ausbildung, sei das auf einer Universität, in einer Fachhochschule oder in einer Lehre, die wichtigste Grundlage für eine sichere Zukunft sei. "Die Liste der Verschlechterungen im Bildungsbereich ist lang, die Maßnahmen treffen sozial Schwache und gefährden die Zukunft der Jugendlichen." Die Studiengebühren seien sozial ungerecht, denn für einkommensschwache Familien würden 10.000 Schilling mehr oder weniger im Jahr keine Lapalie bedeuten. Die Verlängerung der Arbeitszeit für Lehrlinge im Gastgewerbe auf 23 Uhr diene nicht der besseren Ausbildung, sondern ausschließlich den Arbeitgebern im Gastgewerbe. Die längeren Wartefristen auf Zivildienstplätze würden die Berufslaufbahnplanung der jungen Menschen erheblich beeinträchtigen, denn viele Arbeitgeber verlangen abgleisteten Zivil- oder Präsenzdienst. Die verlängerte Probezeit und die verkürzte Behaltefrist bei Lehrlingen komme ausschließlich den Interessen der Arbeitgeber entgegen, was das für die Jugendlichen im einzelnen bedeute, sei der Regierung offenbar egal.

"Unterm Strich gesehen scheint die Bundesregierung nichts für die Jugendlichen im Land über zu haben", sagt Maringer. "Das ist nicht nur unfair den Jugendlichen gegenüber, es ist auch sehr kurzsichtig. Die Rahmenbedingungen für die Ausbildung dermaßen zu verschlechtern kann sich auf die Zukunft österreichs als Wirtschaftssandort nur negativ auswirken. Das kann ja wohl kein wirtschaftspolitisches Ziel der Regierung sein."

Genau so wie katholische und christlich-soziale Organisationen den 1. Mai, den Tag der Arbeit, immer wieder dazu genutzt hätten, auf die Anliegen und Forderungen der arbeitenden Menschen aufmerksam zu machen, genau so appelliere die Metallerjugend anlässlich dieses Tages an die Bundesregierung, ihre unsoziale Politik nicht fortzusetzen. Nicht durch die soziale Gesinnung der Regierung, sondern erst durch die Beharrlichkeit der Gewerkschaftsjugend, konnten die unsozialen Ambulanzgebühren zumindest für junge Menschen teilweise entschärft werden. Lehrlinge im 1. und 2. Lehrjahr seien nun generell davon ausgenommen, Ziel der Gewerkschaften bleibe aber weiterhin die gänzliche Abschaffung der 'Strafsteuer für Kranke'. "Machen Sie Schluss damit, arbeiten Sie für die Menschen im Land und verbauen Sie vor allem nicht jungen Menschen ihre Zukunft!", fordert Maringer abschließend.

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