"profil": Kostunica: Serbiens und Montenegro sollten verbunden bleiben

Jugoslawische Präsident Vojislav Kostunica strebt "duale Föderation mit Montenegro an - Milosevic soll in Serbien vor Gericht - künftige Partei nach Vorbild von EDU oder EVP

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" sieht der Präsident der Bundesrepublik Jugoslawien, Vojislav Kostunica, die jüngsten Wahlen in Montenegro als "ein unbestreitbares Signal dafür, dass irgendeine Art von Vereinigung Serbiens mit Montenegro bestehen bleiben sollte". Allerdings zeigt sich der jugoslawische Präsident flecibel, was die konkrete Form dieser Verbindung betrifft. Kostunica: "Ich kann mir eine Art duale Föderation vorstellen, mit einer weitgehenden Autonomie oder Eigenstaatlichkeit für beide Einheiten innerhalb eines international anerkannten Staates."

Von innen gesehen "wären Serbien und Montenegro fast komplette Staaten", sagte der jugoslawische Präsident. Kostunica: "Wir denken letztlich nur an wenige föderale Kompetenzen wie Aussenpolitik, Luftraumkontrolle, währungs- und finanzpolitische Kompetenzen."

Über die Zukunft seines Vorgängers Slobodan Milosevic sagt Kostunica gegenüber "profil": "Man sollte Herrn Milosevic und seine Verantwortung zuallererst vor unseren Gerichten verhandeln. Das trägt auch zur Festigung der neuen demokratischen Organisationen bei."

Über die von ihm zu gründende Partei sagte Kostunica gegenüber "profil": "Aller Wahrscheinlichkeit nach wird sie dem nahe kommen, was die Europäische Demokratische Union oder die EVP vertritt."

Positiv äußert sich der jugoslawische Präsident über die neue amerikanische Administration. Kostunica im "profil"-Interview: "Die Amerikaner tendierten zu einer Politik der starken Worte, die in der Folge mit der Realität in Konflikt geriet. Mit der neuen republikanischen Administration hat sich das aber offenbar geändert. Wir spüren eine ausgewogene Herangegehnsweise, die sich der Realitäten stärker bewusst ist."

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