Ferrero-Waldner: "Anschuldigungen gegen Waldheim waren unbegründet"

Außenministerin wertet Offenlegung der CIA-Akten als Beleg für die Haltlosigkeit der gegen Waldheim erhobenen Anschuldigungen

(Wien-OTS) Außenministerin Benita FERRERO-WALDNER zeigte sich heute zufrieden über die endlich erfolgte Freigabe der CIA-Akten über Alt-Bundespräsident Kurt Waldheim. "Nun hat sich bewiesen, was österreichischerseits stets betont wurde, dass nämlich die Anschuldigungen gegen den Alt-Bundespräsidenten unbegründet und ungerecht waren."

Die österreichische Botschaft in Washington hatte weisungsgemäss im State Department Vorstellungen gegen die unzulässige und ungerechtfertigte Vermengung der Waldheim-Akten mit Akten über Kriegsverbrecher und ehemalige Nazi-Grössen erhoben. Ein Historiker der mit der Herausgabe der Akten betrauten Interagency Working Group (IWG), Dr. R. Breitman, stellte daraufhin anlässlich der gestrigen Pressekonferenz in Washington ausdrücklich fest, dass die IWG Waldheim in keiner Weise mit einer Gruppe hoher Nazi-Funktionäre gleichsetze. In der Pressekonferenz wurde weiters ausgeführt, dass die Akten keinerlei Hinweise darauf enthalten, dass Kurt Waldheim ein CIA-Agent oder Informant gewesen oder von der Sowjetunion erpresst worden wäre.

Alt-Bundespräsident Kurt Waldheim und die österreichische Bundesregierung haben die gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets als unbegründet zurückgewiesen. "Zahlreiche Untersuchungen, etwa durch die von der österrreichischen Bundesregierung bestellte Historikerkommission, durch eine britische und amerikanische Fernsehanstalt unter Teilnahme hoher angesehener Juristen aus verschiedenen Ländern sowie durch die britische Regierung konnten keine Beweis für eine persönliche Beteiligung an Kriegsverbrechen erbringen. Die gestrige Offenlegung der CIA-Akten ist ein weiterer Beleg für die Haltlosigkeit der erhobenen Anschuldigungen", sagte FERRERO-WALDNER (Schluß)..

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