WirtschaftsBlatt-Kommentar zum Hermespreis von Jens Tschebull Hermespreis: Die Marathonsieger der Wirtschaft

Wien (OTS) - Die Nennungen für den Hermespreis 2001, der am 3. Mai vergeben wird, offenbaren eine Fülle von Unternehmergeist und wohlverdientem Erfolg, wie sie im gemütlichen Österreich nicht automatisch vermutet werden. Unter der Oberfläche eines immer noch wirtschafts- und leistungsfeindlichen Zeitgeistes hat sich ein Geflecht erfolgreicher privater Unternehmer entwickelt, das zu einem starken Stützgerüst des Landes wurde. In den letzten Jahren haben die - zaghafte, aber immerhin vorhandene - Liberalisierung des Gewerberechtes, die beginnende Privatisierung, der EU-Beitritt und die Globalisierung unternehmerische Talente geweckt, die unter einem Schutthaufen von Bürokratie, Staatswirtschaft und tagespolitischen Nebensächlichkeiten verdorrt zu sein schienen. Vom kleinen Gewerbebetrieb bis zur Grossindustrie reicht die Palette der Erfolgsstorys. Österreich ist nicht mehr das Land der Zauderer und verkannten Genies, die Schreib- und Nähmaschinen, Flugzeuge und Autos erfinden, die dann anderswo gewinnbringend vermarktet werden. Für den Hermespreis des WirtschaftsBlatts, der heuer zum fünften Mal und zum zweiten Mal gemeinsam mit der Oberbank verliehen wird, bedeutet das eine immer grössere Auswahl - und eine immer schwierigere Aufgabe für die Jury. Die fünf Preisträger, die am kommenden Donnerstag vorgestellt werden, sind hervorragende Repräsentanten eines breiten und dichten Spitzenfeldes unternehmerischer Marathonläufer. Wenn es die Politik versteht, weiterhin Freiraum für die wirtschaftliche Entfaltung zu schaffen, statt zu reglementieren und Subventionen zu verteilen, brauchen wir uns um die materielle Basis für die gesellschaftliche und soziale Entwicklung Österreichs wenig Sorgen zu machen. Die fünf Hermespreisträger und die vielen tausend Unternehmerpersönlichkeiten, die ihnen ähnlich sind, garantieren Österreich eine gute Position im internationalen Leistungs- und Wohlstandswettbewerb.

* PS: Persönliche Fax-Anmeldungen für die Hermesfeier am 3. Mai um 10.30 Uhr im Palais Eschenbach, Eschenbachgasse 11, in Wien, sind unter der Wiener Faxnummer 919 19-259 möglich. (Schluss) JT

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