Post würgt Briefmarkenvertrieb ab

Reduktion der Handelsspanne um 72 Prozent - Berufsvertretung der Trafikanten bringt Klage ein

Wien (PWK320) Gleichzeitig mit den angekündigten Postamtsschließungen verweigert die Post den Trafikanten eine wirtschaftliche Handelsspanne.

Für den Verkauf der bekannten Siebenschillingmarke erhält der Trafikant bis jetzt 49 Groschen. Nach dem Willen von Postgeneraldirektor Dr. Wais wird die Post ab 1. Mai 2001 dafür nur mehr 14 Groschen bezahlen. Dies sei in keiner Weise mehr kostendeckend, betont Trafikantenchef Kommerzialrat Peter Trinkl. Nach einer Blitzumfrage durch die Gremien der Tabaktrafikanten hat der Großteil der Trafikanten Österreichs den Entschluss deponiert, zu diesen diktierten unwirtschaftlichen Bedingungen diesen Kundendienst nicht mehr aufrecht erhalten zu können.

Trotz des Gesprächangebotes der Trafikantenvertretung, an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten, bleibt die Post bei Ihrem Diktat. Die Berufsvertretung der Trafikanten wird aus diesem Grunde beim Gericht Klage gegen die Post wegen des Missbrauches der marktbeherrschenden Stellung einbringen.

Die von der Post angekündigte Reduktion der Briefmarkenhandelsspanne um 72 Prozent und die gleichzeitige Schließung von einer Reihe von Postämtern wird zu Folge haben, dass die Konsumenten in Zukunft weite Wege in Kauf nehmen müssen, um zu einer Briefmarke zu gelangen. Auch Konsumenten, die mit dieser Frage konfrontiert wurden, vertreten die Meinung, dass sich niemand die Kürzung von Dreiviertel des Einkommens gefallen lassen kann, betont Kommerzialrat Trinkl. (hp)

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