Leitl: Mitglied ist der eigentliche Souverän der Wirtschaftskammerorganisation

"Sind bereit, mitzuhelfen, Aufgaben der Bundesstaatsreform umzusetzen"

Wien (PWK317) - "Hinter uns liegen zehn spannende Monate. Unter intensiver und konstruktiver Mitarbeit aller Beteiligten ist es gelungen, die entscheidenden Schritte zur Erneuerung und Anpassung unserer Strukturen zu setzen. Der Beginn ist geschafft, die Wirtschaftskammer erfolgreich unterwegs in die Zukunft", zog Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl am außerordentlichen Kammertag eine positive Bilanz der Kammerreform.

Der Reformauftrag lautete, wie Leitl eingangs erinnerte, die Interessensvertretung so zu modernisieren, dass neue Herausforderungen bestmöglich bewältigt werden können. Durch Schaffung einer schlankeren und zugleich leistungsstarken Organisation, Senkung der Beiträge und letztlich durch stärkere Solidarität in der Interessensvertretung sei dieses Ziel erreicht worden. "Durch umfassende Einbindung aller Verantwortlicher haben wir etwas erreicht, das Bestand hat. Ein sauberer Vorgang der ein Maximum an Gemeinsamkeit bringt."

Künftig werden die Mitglieder noch stärker einbezogen und nach ihren Wünschen befragt. "Die Entscheidungen treffen die Mitglieder als unser eigentlicher Souverän", nannte Präsident Leitl einen wesentlichen Punkt des neuen Kammergesetzes. "Damit wollen wir die Vertrauensbasis zwischen der Interessensvertretung und Mitgliedern stärken. Wir sind so stark, wie wir zusammenhalten."

Die Gesamtbestrebungen dürften allerdings nicht durch einzelne Fachorganisationen, die in den letzten Wochen noch rasch die Beiträge erhöht hätten, konterkariert werden, mahnte der Präsident. Diese Beitragserhöhungen seien daher wieder zurückzunehmen.

Er wisse, dass es in den Wochen der Ausarbeitung der Kammerreform auch Kritik gegeben habe, räumte Leitl ein. Kritik sei wichtig, damit die Akzeptanz und der innere Bezug zur Kammerorganisation stimmen. "Wir wollen, dass die gesetzliche Mitgliedschaft zu einer Herzensangelegenheit wird. Sie soll Freude machen und nicht als Pflicht empfunden werden."

Neue Technologien werden verstärkt eingesetzt, um den Mitgliedern einen optimalen Zugang zu ihrer Interessensvertretung zu ermöglichen. Als Anlaufstelle ("Front office") für die Mitglieder werden die Bezirksstellen (Regionalstellen) aufgewertet.

Es gäbe natürlich "kein Sparen ohne Spüren". In Verbindung mit neuen Technologien und Managementstrukturen sei man bemüht gewesen, eine neue und intelligente Form des Sparens zu verwirklichen und damit die Leistungsfähigkeit der Organisation und die Motivation der Beteiligten sicherzustellen. "Es war nie unsere Absicht, einfach mit den Rasenmäher drüberzufahren".

Das neue Kammergesetz sei, so Leitl weiter, eine gute Basis für die künftige Tätigkeit. Es sei allerdings nicht alles festgelegt und vorgegeben, was die Chance eröffnet, Entwicklungsmöglichkeiten wahr zu nehmen und die Materie mit Leben zu erfüllen. "Wir wollen unsere Angelegenheiten selber klären, und nicht, dass man von außen dreinredet", unterstrich Leitl in diesem Zusammenhang.

Die partnerschaftliche Verfassung sei nicht nur ein Signal an die Mitglieder, sondern auch an die Öffentlichkeit, betonte der WKÖ-Präsident. "Wir sind bereit uns einzubringen, Aufgaben der Bundesstaatsreform umzusetzen, weil dies auch für uns von entscheidender Bedeutung ist." Es sei erfreulich, dass in den zurückliegenden Monaten das Vertrauen der Mitglieder und das Interesse der Öffentlichkeit für die Kammerorganisation zugenommen habe. Es sei gelungen, ein neues Bild der Wirtschaftskammer zu transportieren. "Wir sind vom Prügelknaben zum Pionier geworden", zog Leitl eine positive Bilanz.

Ausdrücklich bedankte sich der Präsident bei den Mitarbeitern und Funktionären , bei allen politischen Gruppierungen im Haus, die durchwegs wertvolle Beiträge zur Kammerreform leisteten, bei der Industrie, die kritisches Potential eingebracht habe, sowie auch bei den Partnern im Wirtschaftsbund. Dank sprach Leitl auch der Grünen Fraktion aus. Er sei bemüht auch diese Fraktion einzubinden: "Gute Ideen sind immer willkommen, egal von wem sie kommen". (hp)

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