FCG Wien: Weg von der Treffsicherheit zur sozialen Sicherheit

Am heutigen Landestag der FCG Wien werden die Weichen für die zukünftige Gewerkschaftsarbeit gestellt

"Wir werden nicht locker lassen, bis wir unsere sozialpolitischen Forderungen umgesetzt haben", sagte der Wiener Vorsitzende der Fraktion Christliche Gewerkschafter (FCG) und AK-Vizepräsident Alfred Gajdosik. Am heutigen 13. ordendlichen Landestag der FCG muss eines klar sein: "Arbeitslosigkeit ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial abzusichern. Das Ziel aller arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen müsse die Vollbeschäftigung sein." Im Arbeitnehmerschutz müsse der volkswirtschaftliche Nutzen der Gesundheit vor unternehmerische Einzelinteressen gestellt werden. Alfred Gajdosik: "Der Mensch zählt mehr als der Markt! Sozialpolitik heißt, für den Menschen da sein!"
Der Vorsitzende der Wiener FCG plädiert dafür, ältere Arbeitnehmer nicht vorzeitig aus dem Arbeitsmarkt zu drängen, ihre hohe Motivation und Qualifikation zu fördern und ihr Wissen und ihre Erfahrung dem Betrieb zugute kommen zu lassen. Viele ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer würden die Altersteilzeit in Anspruch nehmen. Eine Barriere sei allerdings, dass diese bisher nur im Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Anspruch genommen werden kann. "Ich möchte mich deshalb dafür einsetzen, dass ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das Recht auf Altersteilzeit erhalten", so Alfred Gajdosik.
Heute gäbe es wenige Unternehmer, die bereit sind, Lehrlinge auszubilden. Es wird deshalb "unsere Aufgabe sein, die Qualität unserer Jugendausbildung wie beispielsweise durch einen
Jugendbeirat zu sichern", sagte der Vorsitzende der FCG Wien. Zusätzlich sollte der Lastenausgleichsfonds forciert und
bekannt gemacht werden, da dieses Modell die Lehrstellenproblematik im Ansatz lösen könne.
Noch immer würden Frauen und Männer im Beruf ungleich behandelt werden.Alfred Gajdosik fordert deshalb die Umsetzung der gesetzlichen
Gleichbehandlung im Berufsleben und ihre Überprüfung, gleicher Lohn für gleiche Arbeit und die Förderung von familienfreundlichen Betrieben, um die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf zu ermöglichen und den Wiedereinstieg von Frauen zu erleichtern. Deutlich spricht sich Alfred Gajdosik auch gegen eine Erweiterung der Ladenöffnungzeiten aus, die vor allem wieder die Familien treffen würde: "Wir sind gegen eine Konzernpolitik alla Billa, die nicht die Interessen der Familie vertritt."
Klar spricht sich Alfred Gajdosik für eine soziale Krankenversicherung aus, die einen Solidarausgleich zwischen Kranken und Gesunden, zwischen besser Verdienenden und weniger gut Verdienenden zu schaffen hat. "Das Gesundheitssystem ist solidarisch zu finanzieren. Eine weitere Verletzung des Solidaritätsprinzips durch Selbstbehalte lehne ich ab", sagte der Vorsitzende Gajdosik. Die Selbstverwirklichung am Arbeitsplatz und die Verhinderung von Sozialabbau ist das erklärte Ziel der zukünftigen Gewerkschaftsarbeit der FCG Wien. Mit diesen Forderungen möchte die FCG heute am Landestag die Weichen für eine moderne Gewerkschaftsarbeit stellen.

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