Pharmaindustrie: Pharmig verschärft Verhaltenskodex

Pharmig passt freiwillige Selbstbeschränkung der Pharmabranche

Wien (OTS) - an die Gegebenheiten und Medien dieses Jahrzehnts an =

Die Generalversammlung der Pharmig hat heute,
Freitag, eine Verschärfung des Pharmig-Verhaltenskodex, dem freiwilligen "Ehrenkodex" der Branche für Marketing- und Werbeaktivitäten, der für alle Pharmaunternehmen Österreichs bindend ist, beschlossen. Damit setzen die Mitgliedsfirmen der Pharmig ein deutliches Zeichen in Richtung Branchenkultur und erteilen nicht Kodex-konformen Aktivitäten eine klare Absage.

Verschärft wurde der Pharmig-Verhaltenskodex vor allem im Bereich der Rahmenbedingungen für die Fortbildung medizinischer Fachkreise. Angepasst wurde das Papier hinsichtlich Werbe- und Marketing-Aktivitäten bei Verwendung der Telekommunikation und des Internet. Dort gelten lt. novelliertem Verhaltenskodex all jene Bestimmungen, die auch für Printmedien Gültigkeit haben.

"Der Pharmig-Verhaltenskodex hat sich als Leitmotiv und Schutzschild der Branche über Jahre hinweg bestens bewährt", so der wieder gewählte Pharmig-Präsident Dr. Ulrich Bode. "Doch", so Bode weiter, "ist es in einer Situation des verschärften Wettbewerbs der heimischen Pharmaunternehmen, der u.a. auf die rigorosen Preissenkungen bzw. Marktzutrittsbeschränkungen der letzten Jahre zurückzuführen ist, nur recht und billig, wenn auf eine einwandfreie Branchenkultur geachtet wird".

Zwt.: Klare Leitlinien für ärztliche Fortbildung

Die Fortbildung von Menschen in medizinischen Berufen, vorrangig von Ärzten, ist und bleibt ein Anliegen der pharmazeutischen Industrie. Ohne eine Beteiligung der pharmazeutischen Industrie wäre eine qualifizierte Weiterbildung dieser Kreise in der erforderlichen Qualität auch nicht finanzierbar. Schon heute trägt die pharmazeutische Industrie einen Großteil zur Finanzierung dieser Aktivitäten bei. Der novellierte Pharmig-Verhaltenskodex sieht unter anderem vor, dass "Einladungen ins Ausland nur zu internationalen Veranstaltungen oder zur Besichtigung firmeneigener wissenschaftlicher oder produktionstechnischer Einrichtungen" erfolgen dürfen. Ansonsten ist einer wissenschaftlichen Fortbildung im Inland der Vorzug zu geben.

Zwt.: Härtere Sanktionen für "schwarze Schafe"

Schon bisher hatte die Pharmig das Recht, für Unternehmen, die sich nicht an die Bestimmungen des Verhaltenskodex gehalten haben, Sanktionen zu verhängen. Bisher beschränkten sich diese auf die Bekanntgabe der Verletzung des Verhaltenskodex mit Namensnennung in einer Pharmig-Publikation bzw. auf den Ausschluss des Unternehmens aus der Pharmig. Erweitert wurde diese Sanktions-Liste nun mit der Information des Mutterhauses des betroffenen Unternehmens und der Information des Generalsekretariates des europäischen Pharmaverbandes EFPIA, also Maßnahmen, die für betroffene Firmen besonders unangenehm sein können. Natürlich steht nach wie vor auch der Ausschluss eines Unternehmens aus der Pharmig wegen branchenschädigenden Verhaltens zur Verfügung.

Zwt.: Zur Geschichte des Pharmig-Verhaltenskodex

1963 verabschiedet die Pharmaceutical Industries' Association (PIA) ihren "Code of Conduct" für alle EFTA-Länder. Im Jahr darauf empfiehlt die Gruppe Pharmazeutika im Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs ihren Mitgliedern "dringend" die Einhaltung des PIA-Kodex. Im Jahr 1970 nimmt die Generalversammlung der Pharmig erstmals den "Pharmig-Verhaltenskodex" an. Die Pharmig hatte damals die Aufgabe übernommen, die "österreichische Version" des PIA-Kodex auszuarbeiten. Am 1.1.1971 tritt der Pharmig-Verhaltenskodex in Kraft. Damals wie heute sorgt die Pharmig für dessen Einhaltung für die gesamte Branche, unabhängig von einer Mitgliedschaft bei der Pharmig. In den darauf folgenden Jahren wird der Verhaltenskodex immer wieder neuen gesetzlichen Bestimmungen angepasst; so etwa bei den Novellen des österreichischen Arzneimittelgesetzes (AMG) 1989 und 1996.

++/rm (Forts.)

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