AK: Schulen dürfen keine Privatfirmen sein

Wien (AK) - Belastung von Eltern und SchülerInnen durch Schulgeld
- und weniger statt mehr Mittel für die Verbesserung der Bildungsqualität: Das droht nach Analyse der AK-BildungsexpertInnen, wenn die Regierung die Vorschläge ihrer Aufgabenreformkommission für die Schulen umsetzt. Die Kommission will die Landes- und Bezirksschulräte durch Holdings ersetzen. Dadurch müssten die Schulen wie Privatfirmen geführt werden, in letzter Konsequenz könnte das sogar zu Schulgeld führen, kritisiert die AK. Außerdem würden mit den Holdings die demokratisch zusammengesetzten Kollegien der Landes- und Bezirkschulräte abgeschafft - und damit die demokratischen Einfluss-Möglichkeiten auf Schule und Bildungspolitik. Die Kommission wolle auch die Schulverwaltung aufblähen und teurer machen, indem sich jede Schule für sich um ihr Personal kümmern soll. Die AK fordert stattdessen tatsächlich schlanke Verwaltung der Schulen und mehr Mitbestimmung für die Betroffenen. ****

Abschaffung von Doppelgleisigkeiten in der Schulverwaltung, Verkürzung von Behördenwegen und mehr Eigenverantwortung für die einzelnen Schulen, etwa bei der Auswahl ihrer jeweiligen LehrerInnen:
Das wäre nach Auffassung der AK tatsächlich notwendig, damit im Bildungsbudget mehr Mittel für die Verbesserung der Bildungsqualität frei werden. Die Aufgabenreformkommission geht aber von vornherein von falschen Zahlen aus, verwechselt etwa das Personalbudget für die Schulen mit den Verwaltungskosten, rechnet mit nur halb so vielen berufsbildenden Schulen, wie es wirklich gibt. Auf dieser Grundlage schlägt sie dann beispielsweise vor, den einzelnen Schulen die Personalverwaltung zu übertragen. Das kritisiert die AK als teure Aufblähung der Schulverwaltung, bei der weniger Geld für die eigentlichen Bildungsaufgaben bleibt. Jede Schule brauchte nämlich für sich ein eigenes Personalbüro, eine eigene Lohnverrechnung, eine eigene Buchhaltung.

Belastung der Eltern und SchülerInnen durch Schulgeld würde wiederum drohen, wenn die Regierung die Landes- und Bezirksschulräte wie vorgeschlagen in Holdings umwandelt, kritisiert die AK: Über die Holdings würden die Schulen nach Vorstellung der Kommission wie Privatfirmen geführt, das bedeute den Verlust der öffentlichen Verantwortung für Bildung - und letztlich könnte die Einführung von Schulgeld folgen. Das lehnt die AK mit Nachdruck ab. Überdies würden mit den Holdings die Kollegien der Landes- und Bezirksschulräte abgeschafft, die derzeit nach den Ergebnissen der Landtagswahlen zusammengesetzt werden. Mit abgeschafft würden damit die demokratischen Einfluss-Möglichkeiten auf Schule und Bildungspolitik. Die AK fordert weiterhin staatliche Verantwortung für die Schulen -und mehr statt weniger Mitbestimmung für die Betroffenen.

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