Konsumenten erteilen Minister klare Absage!

Öffnungszeitenerweiterung - NÖ Handel veröffentlicht neue Umfrage

Wien (OTS) - Nicht nur der Handel, sondern auch die niederösterreichischen Konsumenten lehnen die Erweiterung der Öffnungszeiten mit überwältigender Mehrheit ab!

So lautet das zentrale Ergebnis von 503 Telefon-Interviews, die das Meinungsforschungsinstitut OGM letzte Woche im Auftrag der Sektion Handel der Wirtschaftskammer Niederösterreich durchführte:

Demnach halten 86 Prozent der niederösterreichischen Konsumenten den gesetzlichen Rahmen bei den bestehenden Öffnungszeiten (66 Stunden pro Woche Rahmenzeit, Mo. - Fr. 6.00 - 19.30 Uhr, Sa. 6.00 - 17.00 Uhr) für ausreichend. 71 Prozent lehnen die von Wirtschaftsminister Bartenstein vorgeschlagene Erweiterung (72 Stunden pro Woche Rahmenzeit, Öffnungszeiten Mo. 0.00 Uhr bis Sa. 17.00 Uhr) dezidiert ab!

Voll bestätigt

sieht Josef Schirak, Obmann der Sektion Handel der Wirtschaftskammer Niederösterreich, seine ablehnende Haltung zur Öffnungszeitenerweiterung. Bekanntlich haben sich ebenfalls über 70 Prozent der niederösterreichischen Händler bei einer Befragung gegen die Erweiterung der Öffnungszeiten ausgesprochen.

"Neben den Handelsbetrieben und den Handelsangestellten wünscht auch der Konsument ganz offensichtlich keine Erweiterung der Öffnungszeiten", meint Obmann Schirak und stellt die zwingende Frage:
"Für wen will Wirtschaftsminister Bartenstein eigentlich eine Erweiterung der Öffnungszeiten durchsetzen, wenn dies die große Mehrheit aller betroffenen Gruppen ablehnt?"
Zudem sieht Schirak die mittelständischen Betriebe infolge der 100 prozentigen Zuschläge, die die Unternehmen den Mitarbeitern im Rahmen der erweiterten Öffnungszeiten zahlen müssten, massiv gefährdet: "Das rechnet sich vor allem bei den Kleinen nicht!"

Kaufkraftabfluss kein Argument

Erfreut zeigt sich Niederösterreichs Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl über den deutlichen Rückgang bei den Kaufkraftabflüssen in Richtung Osteuropa. Denn laut OGM - Umfrage fahren nur mehr 22 Prozent der Konsumenten gelegentlich zum Einkaufen ins Ausland, während es 1997 noch 30 Prozent waren. Dabei spielen die Öffnungszeiten so gut wie keine Rolle. Die Hauptmotive für den Auslandseinkauf sind Preisvorteile und die Verbindung mit einem Kurzurlaub.
"Die Kaufkraftabflüsse nach Ungarn, Tschechien und in die Slowakei werden von den Kaufkraftzuflüssen aus diesen Ländern bereits weit übertroffen. Kaufkraftabflüsse ins benachbarte Ausland sind somit kein Argument für eine Erweiterung der Öffnungszeiten", betont Präsidentin Zwazl.

Rückfragehinweis: Mag. Karl Ungersbäck, NÖ Wirtschaftskammer Sektion Handel: 01/53 466-1275, e-mail: handel.sektion@noe.wk.or.at

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