Achtung vor dubiosem Gesundheits-Scheck

AKNÖ-Konsumentenschützer warnen erneut vor der Firma Friedrich Müller AG

Wien (OTS).- Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) warnen vor der Aussendung "Ärzte helfen gratis - Die wohl größte Gesundheitsaufklärung, die je in Österreich gestartet wurde - Werde glücklich 100". Dahinter verbirgt sich wieder einmal die den Konsumentenschützern gut bekannte Firma Friedrich Müller AG oder EVD - Direktverkauf AG.
Zurzeit werden tausende Haushalte in ganz Österreich mit einem Schreiben bedacht. Dem Empfänger wird "gratis und völlig kostenlos" eine Gesundenuntersuchung von den besten Privatärzten nicht nur in Wien, sondern auch in Berlin oder Zürich versprochen. Mittlerweile haben sich schon zahlreiche verunsicherte und erboste Konsumenten an die Arbeiterkammer gewandt. Sie sind davon ausgegangen, dass sie Anspruch auf die Untersuchung haben. Das klein Gedruckte haben sie übersehen: Da stellt sich heraus, dass nicht jeder an dieser Untersuchung teilnehmen kann, sondern nur diejenigen Personen, die nach nicht nachvollziehbaren Auswahlkriterien bestimmt werden. Mittels eines Gesundheits-Schecks, den es noch auszufüllen gilt, werden die Leute nach ihren Leiden befragt, z.B. Cholesterin, Pilzerkrankungen oder Depressionen. Dazu Hannelore Voit, Konsumentenschützerin in der AKNÖ: " Das Geschäft mit der Gesundheit ist sehr profitabel. Das hat nun auch die Firma Friedrich Müller für sich entdeckt. Ich rate aber allen Konsumenten davon ab, Daten über ihren Gesundheitszustand weiterzugeben. Der Arzt unterliegt der Schweigepflicht, Friedrich Müller allerdings nicht."
Fett gedruckt wird einem weisgemacht, dass sämtliche Angaben streng vertraulich sind. Auf der Rückseite des Gesundheits-Schecks wird allerdings klein gedruckt auf das Gegenteil hingewiesen - sämtliche Daten werden gespeichert, verarbeitet und möglicherweise an Direktunternehmen weitergegeben. Da stellt sich klarerweise die Frage: Was gilt nun?
Die AKNÖ-Konsumentenschützer raten dringend davon ab, auf derartige Schreiben zu reagieren. Es drängt sich der Verdacht auf, dass es sich hierbei um bloße "Datenkeilerei" handelt. Diese Daten werden vermutlich nach Bedarf Herstellern und dem Handel ausschließlich für Marketing- und Werbezwecke zur Verfügung gestellt.
Übrigens auch die Konsumentenschützer in Deutschland machen schon auf die dubiosen Geschäftspraktiken der österreichischen Firma Friedrich Müller aufmerksam.
Rückfragen: AKNÖ-Konsumentenberatung, 0800/232323-1616

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