Gewerbeverein: Post.at versucht Würgegriff bei Trafikanten

Wien (OTS) - Die kostensparenden Aktivitäten der Post sind grundsätzlich zu begrüßen und überfällig, stehen doch die Konkurrenten für die Briefpostzustellung schon vor der Tür.

In dieser Situation scheint nun Post.at - unsere gelbe Post - vor nichts mehr zurückzuschrecken. Trafikanten sollen die Rechnung für in anderen Postbereichen nicht erzielbare Einsparungen erbringen. Dabei weiß man, dass Briefpost ein durchaus lukratives Geschäft ist - siehe Deutschland.

Den Trafikanten die Vertriebskosten für Postwertzeichen künftig nahezu vierteln zu wollen, ist ein vordergründig geschickter Schuss, der für Post.at aber doch nach hinten losgehen könnte - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV).

Kostenrechnungen ergeben schon für den derzeitigen Zustand, dass der Briefmarkenverkauf in der Trafik nicht einmal die Vertriebsvollkosten trägt. Den Würgegriff nun derart drastisch zu verstärken, kann man nur vom Kalkül aus verstehen, dass Trafiken eben verschiedenste Waren verkaufen, die mit Postwertzeichen in engem Zusammenhang stehen. Post.at könnte sich aber auch gewaltig verkalkulieren. Wie uns aufgebrachte Trafikanten mitteilten, gedenken viele von ihnen, bei den von Post.at vorgeschlagenen Mini-Vertriebsspannen, den Briefmarkenverkauf einzustellen. Was das für die Nahversorgung bedeutet, wenn noch dazu die Anzahl der Postämter drastisch reduziert werden wird, kann sich wohl jeder ausmalen. Post.at wird zu den angebotenen und nun einbetonierten Konditionen keinen Nahversorger finden, um Briefmarken flächendeckend unter diesen Bedingungen zu vertreiben!

Post.at - so der ÖGV - handelt aus ihrer geschützten Position heraus fast unmoralisch, wenn sie ihre Unfähigkeit, Kosten zu senken, nun an die Trafikanten überbindet.

Die Trafikanten sind selbstverständlich gerne bereit mit der Post zu kooperieren - aber nicht als Draufzahler.

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