Eisenbahnergewerkschaft steht zu ihrer Entscheidung

Haberzettl: Entscheidung für ÖBB-Vorstand ohne "Gegengeschäft"

Wien/London (GdE/ÖGB). Die Eisenbahnergewerkschaft steht zu ihrer Entscheidung, einen ÖBB-Vorstand zu ermöglichen, der vernünftige Zukunftsperspektiven für die Bahnkunden und die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner auf den Tisch legt, stellte GdE-Vorsitzender Wilhelm Haberzettl Donnerstag fest.++++

Haberzettl, der sich derzeit beruflich in London aufhält, reagierte damit auf mediale Vermutungen, die Gewerkschaft habe für ihre Zustimmung zum neuen ÖBB-Vorstand im Aufsichtsrat Zusagen in die Richtung einer Nicht-Trennung des einheitlichen Unternehmens ÖBB erhalten. "So sehr wir für die weitere Einheitlichkeit der Bahn auch in Österreich kämpfen, entbehren diese Verdächtigungen jedenfalls jeder Grundlage", sagte Haberzettl. "Wir verwahren uns gegen jede Verdächtigungen eines 'Gegengeschäfts', die sichtlich aus gekränkten Seelen kommen." Wie wenig fundiert derartige Erfindungen vorgetragen würden, sei schon daraus zu erkennen, dass etwa in einer Agenturmeldung von "drei" Belegschaftsvertretern im ÖBB-Aufsichtsrat geschrieben worden sei. Tatsächlich stelle die Personalvertretung im Aufsichtsrat sechs Vertreter. Damit seien die Vertreter der Gewerkschafter im ÖBB-Aufsichtsrat mit einem Drittel der Stimmen in der Minderheit und könnten - selbst wenn sie dies wollten - keinen neuen ÖBB-Vorstand verhindern.

Haberzettl erinnerte in diesem Zusammenhang an seine Aussage, er sehe die Neubestellung "neutral mit einem Schuss Hoffnung. Hoffnung dahingehend, dass die Bahn weg von der Umstrukturierung und hin zur Marktorientierung und damit zu Arbeitsplatzsicherheit kommt." Jeder weitere Unterstellung, auch die politischer Minderheiten, verweise er in den Bereich der Phantasterei, schloss Haberzettl.

ÖGB, 26. April 2001
Nr. 334

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