Geeichte Testgeräte gegen geeichte Trinker:

15 JAHRE ALKOMAT-GESETZ - EINE ERFOLGSSTORY

Der Alkomat kommt in die Teenager-Jahre, seine Lizenz zum Testen trat in Österreich am 1. Mai 1986 in Kraft - Positiver Trend bei Alkoholunfällen zeigt wichtige Wirkung von Überwachung und Kontrolle

Am 1. Mai jährt sich seine legistische Geburtsstunde zum 15. Mal, seit 13 Jahren ist er österreichweit im Einsatz: der Alkomat. "Der Kampf gegen Alkohol am Steuer hat durch ihn eine neue Dimension bekommen," so Mag. Armin Kaltenegger, Leiter der KfV-Rechtsabteilung, "sein Anteil am Rückgang der Alkoholunfälle im österreichischen Straßenverkehr darf nicht unterschätzt werden. Mit Hilfe des Alkomaten und seiner raschen und zuverlässigen Meßmethode wurden schon so manche schwarze Schafe effizient aus dem Verkehr gezogen."

Die 13. StVO-Novelle machte es möglich: Per 1. Mai 1986 konnte erstmals die Kontrolle des Atemalkoholwertes mit Hilfe des Alkomaten vorgenommen werden. Der bundesweite Einsatz des Alkomaten startete am 21. März 1988 mit vorerst 160 Geräten. 10 Jahre später, im Jahr 1998, standen der Exekutive bereits 1.490 Alkomaten zur Verfügung. Der Stand Jänner 2001: 1.628 Geräte.

Vorläufer des Alkomaten: der Röhrchentest

In der ursprünglichen Fassung der StVO aus dem Jahre 1960 war der Grenzwert für die Alkoholisierung, ab der ein Fahrzeug nicht mehr gelenkt werden durfte, nur als Blutalkoholwert angegeben: mit 0,8 Promille. Die Untersuchung der Atemluft auf Alkohol war jedoch in der österreichischen StVO von Anfang an vorgesehen, wenn auch nur als Hinweis auf eine Alkoholisierung des Getesteten. Mit dem "Röhrchentest" konnte lediglich der Verdacht einer Alkoholisierung nachgewiesen werden, genaue Messungen waren aber nicht möglich. Zur Feststellung des genauen Grades der Alkoholisierung mußten die Getesteten einem Arzt vorgeführt werden.

Eine entsprechende Atemalkoholgrenze - in der Höhe von 0,4 mg/l (dies entspricht einem Blutalkoholgehalt von 0,8 Promille) - wurde erst mit der 13. StVO-Novelle im Jahr 1986 eingeführt. Das Ergebnis der Atemluftuntersuchung gilt seither als Feststellung des Grades der Alkoholeinwirkung. Das endgültige Aus für den Röhrchentest kam mit der 19. StVO-Novelle im Jahr 1994.

Einiges auf dem Kasten: die Vorteile des Alkomaten

Ob Planquadrat in Pörtschach oder Einsatz in Pfaffstätten - die Vorteile der Testung per Alkomat liegen auf der Hand: Der Alkomat ist einfach zu bedienen, er liefert ein rasches Ergebnis, der Exekutivbeamte hat sofort Gewißheit über das Vorliegen oder Nichtvorliegen einer Alkoholisierung. Eine ärztliche Blutanalyse kann oft erst längere Zeit nach der Anhaltung erfolgen, während eine Atemalkoholbestimmung innerhalb kürzester Zeit abgeschlossen ist. Dies erhöht sowohl die medizinische als auch die Rechtssicherheit, da keine Rückrechnung erfolgen muß.

Rückgang der Alkoholunfälle - Kontrolle spielt wichtige Rolle!

Meilenstein aller Maßnahmen im Kampf gegen Alkohol am Steuer war die Einführung der 0,5-Promille-Grenze im Jänner 1998. Neben neuen gesetzlichen Bestimmungen reicht Bewußtseinsbildung allein nicht aus:
Die Kontrolle der Einhaltung gesetzlicher Regelungen durch die Exekutive spielt eine wesentliche Rolle im Reigen weicher und harter Maßnahmen gegen den Tod auf der Straße.

Dieser Maßnahmenmix hat in den vergangenen Jahren zu einem deutlichen Rückgang des Unfallgeschehens durch Alkohol am Steuer geführt: Waren im Jahr 1988, als der bundesweite Einsatz von Alkomaten startete, noch 3.025 Alkoholunfälle mit 4.379 Verletzten und 184 Getöteten zu beklagen, so sah im Jahr 2000 die Bilanz bereits weit positiver aus: 2.557 Alkoholunfälle, 3.643 Verletzte, 66 Getötete. (Schluß)

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