Science Week 2001: Frösche, Sterne; VERA zählt Atome

Wien, (OTS) Lebendige und spannende Wissenschaft, richtig zum Be-Greifen: Das bietet die Science Week@Austria 2001, die von 11. bis 20. Mai mit über 750 Veranstaltungen in ganz Österreich stattfindet. Wissenschafterinnen und Wissenschafter von Universitätsinstituten, Fachhochschulen, Schulen, wissenschaftlichen Vereinen und Unternehmen präsentieren dabei sich und ihre Leistungen, und das nicht im wissenschaftlichen Elfenbeinturm, sondern auf der Straße, an belebten Plätzen, in Einkaufszentren usw. Bei der Science Week sind alle Wissenschaften dabei, von der Archäologie bis zur Musikwissenschaft, von Teilchenphysik bis zur Zoologie, von Germanistik bis zur Robotertechnik. Eine Übersicht über die Projekte findet man im Internet unter www.scienceweek.at/ .

Und das sind einige Beispiele für Wiener Ereignisse der ScienceWeek @ Austria 2001 (in Wien findet übrigens über die Hälfte aller Veranstaltungen statt), die von DI Peter Rebernik, dem ehemaligen Direktor des Technischen Museums Wien, organisiert wird:

Wie viele Sterne sehen wir noch

"Wie viele Sterne sehen wir noch", eine österreichweite Aktion und ein einzigartiges Experiment, dessen Daten am Institut für Astronomie der Universität Wien und vom Verein Kuffner Sternwarte gesammelt und ausgewertet werden. Während der gesamten ScienceWeek sollen österreichweit die aktuellen Himmels-Sichtbedingungen durch eine einfache astronomische Beobachtung bestimmt werden. Voraussetzung für den Erfolg dieses Experiments sind aber möglichst viele Beobachtungen an möglichst vielen Orten. Mehr dazu unter www.scienceweek.at/ .

Discovögel & Discokids im Donauzentrum

Die Arbeitsgruppe Physik am BG BRG BORG Wien 22, Polgarstraße 24, präsentiert sich gemeinsam mit der Veterinärmedizinischen Universität bei der Science Week im Donauzentrum. Ihr Thema: Jeder kennt die Effekte des Stroboskops als "Diskolichter" oder sonst für nervöses Blitzlicht eingesetzte Vorrichtung. Davon ausgehend - die Besucher können in einer "Diskokoje" selbständig die Effekte verschieden schneller Lichtblitze bei entsprechen rhythmischer Musik erproben - wollen die SchülerInnen auf die ursprüngliche technisch-wissenschaftliche Anwendung als Drehzahl bzw. Frequenzmesser (Messungen mit dem Stroboskop und sichtbar machen von 50Hz Wechselstrom, die der Mensch normalerweise nicht mehr wahrnehmen kann) sowie die belustigenden aber nicht immer angenehmen Effekte von Blitzlichtern eingehen. Damit wäre der Anknüpfungspunkt zu den Veterinärmedizinern gegeben, die die wenig erfreulichen Effekte von Neonröhren auf das Federvieh, das ja Blitze bis 150Hz noch unterscheidet, darstellen wollen. Dazu gehören auch gemeinsame Tanzvorführungen von Diskovögeln und Diskokids (geplant für 17.00 bzw. 18.00 Uhr), sowie eine entsprechende künstlerische Umsetzung im bildnerischen Bereich.

o Ort: Donauzentrum

Veranstaltungszeiten: 14. bis 18.Mai jeweils von 9.00 bis
18.30 Uhr

Aus dem Leben der Sterne

Die Ergebnisse des FWF-Forschungsschwerpunktes "Stellare Astrophysik" werden in Form von Kurzvorträgen, Video- und Computervorführungen präsentiert. Anschließend findet eine Führung durch das historische Sternwartegebäude statt und es gibt bei Schönwetter die Gelegenheit zu Beobachtungen mit Österreichs größtem Linsenfernrohr.

o Ort: Institut f. Astronomie d. Univ. Wien

Türkenschanzstr. 17, 1180 Wien
erreichbar mit den Linien 40, 41 bis Aumannplatz, 40A bis
G.Mendel Straße
Veranstaltungszeit: 15. Mai, 19.00 bis knapp vor 24.00 Uhr

Atome zählen mit VERA

Seit 1996 gibt es an der Universität Wien ein modernes Forschungsgerät, das auf einem mit 3-Millionen-Volt Spannung betriebenen Ionenbeschleuniger beruht. Mit dieser Anlage, dem Vienna Environmental Research Accelerator (VERA), kann Materie buchstäblich in Atome zerlegt und nach ihrer Masse sortiert werden. Diese "Atom-Sortier-Maschine" ist so empfindlich, dass ExpertInnen aus tausend Billionen (1 000 000 000 000 000) Atomen ein einziges herausfiltern können, das sich nur in der Masse von den anderen unterscheidet. So ein seltenes Atom ist z.B. das Kohlenstoffisotop C14, mit dessen Hilfe das Alter des Eismannes Ötzi bestimmt wurde. Bei einem Besuch des VERA-Laboratoriums kann man eine Führung durch die ganze Anlage mitmachen und mit MitarbeiterInnen des Instituts über die Messtechnik von VERA und über Anwendungen ultrasensitiver Isotopenanalysen in vielen Bereichen unserer Umwelt diskutieren.

o Ort: Universität Wien

VERA-Laboratorium, Währingerstraße 17, 1090 Wien
Erreichbarkeit: Vom Schottentor (Haltestelle der U2) 10 Minuten
zu Fuß bis zur Währingerstraße 17, beschränkte Parkmöglichkeit im Hof von VERA
Veranstaltungszeit: 11. Mai, 9.00 bis 17.00 Uhr

frogs - frogs - frogs

Anhand von Filmen (u.a. Universum Produktion "Das heimliche Leben der Frösche"), Videos (Werbespots), einer "Froschklangwolke" und einem Dia-Vortrag wird die Bedeutung der Frösche in Werbung und Wissenschaft dargestellt. Veranstalter ist das Institut für Zoologie der Uni Wien, die Frösche quaken an folgendem Ort:
Bei Schönwetter im Freien vor dem Naturhistorischen Museum Wien, bei Schlechtwetter im Kinosaal und in der Eingangshalle des Museums.

o Veranstaltungszeit: 16. Mai, 19.00 bis 22.00 Uhr

Vom Heuschnupfen zum Honigbrot

Pollenkörner sind weit mehr als nur Auslöser für Heuschnupfen, Asthma und Hautausschläge. Es sind faszinierende kleine Welten mit einer unglaublichen Formenfülle, die nicht nur für pflanzlichen Nachwuchs sorgen, sondern sogar Detektiven bei der Spurensuche helfen. Das Institut für Botanik der Uni Wien will einen Einblick in diese vielfältig reizende Welt vermitteln, Allergiker mit ihren Widersachern versöhnen - und Appetit auf ein Honigbrot machen.

o Ort: Ringstraßen-Galerien

Kärntner Ring 5-7 und 9-13, 1010 Wien
Erreichbar: U-Bahnstation Karlsplatz; Haltestelle Oper der Straßenbahnlinien 1, D, J, 62, 65, sowie der Badnerbahn; Parkgarage Mahlerstraße 12
Veranstaltungszeiten: 17. bis 19. Mai jeweils 10 bis 18 Uhr

Schrottzerlegung

Die Höhere Lehr-Anstalt für Umwelt und Wirtschaft Yspertal informiert durch Schauzerlegung von E-Altgeräten sowie anhand eines Ausstellungsanhängers über das Thema "E-Schrott". Dabei soll zum einen die Bedeutung des gewaltigen Stoffstromes "E-Schrott" veranschaulicht bzw. zum anderen auch auf dessen Gefahren hingewiesen werden.

o Ort: Stephansdom - Portal

Stephansplatz 1, 1010 Wien
Veranstaltungszeiten: 18. und 19. Mai, 10.00 bis 18.00 Uhr

Girls&Action&Environment - baut Euch ein "Solar-Saftwerk"

In der Natur sieht man täglich die tollsten Solarzellen! Spinat oder Petersilie wandeln Sonnenenergie und Farbstoff in Nährstoffe um. Farbstoff- Solarzellen wandeln Solarenergie in elektrischen Strom um. Mit Farbstoff aus FruchtSaft, Zahnweiß, Jod, einem Bleistift und 2 Glasplättchen können Mädchen bei dieser Veranstaltung selbst kleine "SolarSaftwerke" bauen und damit Taschenrechner in Gang setzen. Veranstalter ist der Verein SUNWORK, Bildungsalternativen für Mädchen und Frauen.

o Veranstaltungsadresse:

TU Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien
Veranstaltungszeit: 17. Mai von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis
15 Uhr

Das Kreuz mit den Bandscheiben

Schon lange bevor uns die ersten Falten im Gesicht ärgern, bekommen unsere Bandscheiben die ersten Risse. Die sieht man allerdings nicht, aber manchmal bekommen wir sie zu spüren.
Was und wo Bandscheiben sind, was sie mit Kreuzweh, Hexenschuss und Ischias zu tun haben, und was wir unserem Rücken Gutes tun können, ist Gegenstand dieses Beitrages. Mit Modellen, Computeranimation und einem Gesundheitsvideo informiert sie ein Team von Rückenexperten der Universitätskliniken für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Orthopädie und Neurochirurgie zu diesem Thema.

Wo die Bandscheiben eigentlich liegen und was sie verbinden zeigt ein überlebensgroßes Modell, das von Schülern des 4. Jahrganges der Höheren Lehranstalt für Werkstoffingenieurwesen (Kunststofftechnik) am TGM hergestellt wird.

o Veranstalter: Die Universitätskliniken für Neurochirurgie,

Orthopädie, Physikalische Medizin und Rehabilitation am Allgemeinen Krankenhaus gemeinsam mit der Höheren Lehranstalt für Werkstoffingenieurwesen
Veranstaltungsadresse:
AKH - Eingangshalle, Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien Veranstaltungszeit: 16. Mai, 14.00 bis 16.00 Uhr

Verstehen Sie nur Bahnhof?

Wie man Technik verständlich machen kann zeigt das Projekt "Verstehen Sie nur Bahnhof?" am Franz-Josefs-Bahnhof in Wien. Die Besucher können die Verständlichkeit von technischen Dokumentationen testen und erhalten Einblick, wie eine multimediale Informationsaufbereitung Softwareprogramme, Maschinen, EDV-Geräte, etc. erst brauchbar macht und Stirnrunzeln vermeidet.

Der technologische Fortschritt hat uns immer mehr erklärungsbedürftige Produkte beschert. Allein viele Armbanduhren benötigen ganze Handbücher - von Handys, Videogeräten, Arzneimitteln und EDV-Programmen ganz zu schweigen. Eine verständliche und funktionierende technische Dokumentation mit gutem Informationsdesign, Usability Testing und Text- und Grafikgestaltung trägt wesentlich zum Erfolg eines Produktes bei. In der Technischen Kommunikation hat sich ein völlig neues Geschäftsfeld mit guten Karrierechancen entwickelt.

Der Veranstalter, die Donau-Universität Krems, bietet den Universitätslehrgang Technische Dokumentation berufsbegleitend an, er dauert drei Semester und schließt mit dem "Master of Advanced Studies" (MAS) ab.

o Veranstaltungsadresse:

Franz-Josefs-Bahnhof
Veranstaltungszeit: 11. Mai, 12 bis 19 Uhr

Wetter und Klima-Wind-Kanal

Wenn mitten im Sommer ein Schneesturm bei minus 20 °C gegen die Front eines Hochgeschwindigkeitszuges peitscht, ist dies nicht ein Zeichen des Weltunterganges, sondern eine Versuchsreihe im Klima-Wind-Kanal von arsenal research. Züge wie Eurostar, ICE oder TGV werden in dieser weltweit einzigartigen Anlage hinsichtlich Komfort, Sicherheit und Zuverlässigkeit untersucht. Was passiert dort wirklich? Das zeigt die Österreichisches Forschungs- und Prüfzentrum Arsenal Ges.m.b.H.
o Veranstaltungsadresse:

Lugner City Wien, Hauptplatz
Gablenzgasse 11, 1150 Wien
Veranstaltungstermine:
14. bis 17. Mai 11.00 bis 19.00 Uhr
18. Mai 11.00 bis 19.30 Uhr
19. Mai 10.00 bis 17.00 Uhr

Schutzstoffe gegen Krebs am Beispiel Kaffee

Lebensstil und Ernährung bedeuten für den modernen Menschen zweifellos eine Belastung mit Krebs erregenden Stoffen. Es ist aber auch wichtig zu betonen, dass Lebensmittel ebenso Stoffe enthalten, die vor Krebs schützen können. Am Beispiel von bestimmten Kaffee-Inhaltsstoffen sollen solche Schutzmechanismen gegen Krebs in einer Ausstellung geschildert und erklärt werden. Der Besucher erhält neben einer Beratung auch die Möglichkeit, diese neuen Kenntnisse an Ort und Stelle im Rahmen eines "Krebsvorbeugungsspieles" zu erproben.

o Veranstalter ist die Uni Wien, Institut für Krebsforschung-

Onkologische Toxikologie
Ort: Lugner-City
Zeit: 14. und 15. Mai, 9.00 bis 18.00 Uhr

Der Urknall im Kleinen

Die Elementarteilchenphysik sucht Antworten auf die Fragen:

o Woraus besteht die Welt?
o Was hält die Welt zusammen?

Auf Grund ihrer jüngsten Erfolge ist die Elementarteilchenphysik nun in der Lage, Antworten auf diese Fragen zu geben und - im Rahmen ihrer sog. "Standard-Theorie" - ein einheitliches Bild der Verhältnisse im Mikrokosmos zeichnen zu können:

1. Die gesamte Materie scheint aus genau zwei Arten von fundamentalen Teilchen - also "punktförmigen" Teilchen ohne experimentell erkennbare räumliche Ausdehnung oder Subkomponenten -zu bestehen. Diese "Materieteilchen" sind

o die Quarks, also die Bausteine etwa des Protons oder des

Neutrons, und
o die Leptonen, zu denen unter anderem das Elektron zählt.

2. Alle in der Natur beobachteten Kräfte lassen sich auf vier fundamentale "Wechselwirkungen" zurückführen, und zwar auf

o die Gravitation, der ohne Ausnahme alle Teilchen ausgesetzt

sind;
o die elektromagnetische Wechselwirkung, der alle elektrisch

geladenen Teilchen unterliegen;
o die starke Wechselwirkung, die für die Bindung sowohl der Quarks

in den Protonen und Neutronen wie auch der Protonen und
Neutronen in den Atomkernen verantwortlich ist, und
o die schwache Wechselwirkung, die z.B. die Verschmelzung von

Wasserstoff zu Helium in Sternen kontrolliert.

In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Laboratorium für Teilchenphysik (CERN) in Genf werden unsere gegenwärtigen Erkenntnisse über die fundamentalen Bausteine der Materie (die "Elementarteilchen") und die zwischen diesen wirkenden Kräfte präsentiert sowie das zur Erforschung des Mikrokosmos eingesetzte Instrumentarium vorgestellt.

o Veranstalter: ÖAW, Institut für Hochenergiephysik

Veranstaltungsadresse:
Technisches Museum Wien, Mariahilfer Straße 212, 1140 Wien Veranstaltungszeiten:
17.05.2001: 09:00 bis 20:00
18.05.2001: 09:00 bis 18:00
19.05.2001: 09:00 bis 18:00
20.05.2001: 10:00 bis 18:00
21.05.2001: 09:00 bis 18:00

Weitere Themen der österreichweiten Science Week sind u.a.

o "Das Handy, Herr Faraday und ein Holzhaus" - Wer fürchtet sich

vor der Handy-Strahlung? Hier wird alles anschaulich und phantasievoll gezeigt, in einem Käfig und in einem Holzhaus.
o "Steuern einer Modelleisenbahn mit Gedanken" - Zwar keine

Rettung der ÖBB, aber heute schon in Österreich zu besichtigen:
Denken Sie einfach, dass der Zug schneller fahren soll - und
schon fährt die Modelleisenbahn schneller! Wissenschaft an der Grenze zu unserem Selbst!
o "Friedhofsspatzen" - Ein Spaziergang mitten durch die Tierwelt

in der Großstadt.
o "Vom endlichen Öl zur unendlichen Sonne" - Wie kann man am

besten die Kraft der Sonne "tanken"? Spielerisch erklärt in der Lugner City!
o "Von Madonna zu Einstein" - Eine Mischung aus Kunst und

Wissenschaft im Park vor der Technischen Universität.
o Oder: Renaissance der Hexengifte - Auf der Suche nach dem

Bücherwurm - Bibelquiz in der Stadt- Zahlenjagd - Early Dance. Tanz als Zeitreise in die Vergangenheit - Mathematische
Moritaten - Rennt uns die Türen ein - Zeisiggrün und Entenblau Suvlaki und Retsina - Essen und Trinken im griechischen Mittelalter. (Schluss) hrs

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