Hauptverband weist ÖHV-Kritik zurück

Wien (OTS) - Heftige Kritik an der Vorgansweise des Österreichischen Hausärzteverband auf seiner heutigen Pressekonferenz übt der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger. "Mit Un- und Halbwahrheiten die Öffentlichkeit zu verunsichern, ist eine unseriöse Vorgangsweise. Gerade im Gesundheitsbereich sollten alle Beteiligten ein Spiel mit den Ängsten der Menschen tunlichst unterlassen", betont Dr. Josef Probst, stellvertretender Generaldirektor im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Gesundheitsdaten gehören zweifellos zu den sensibelsten Daten. Die Menschen wollen und müssen daher die Sicherheit haben, dass mit solchen Informationen absolut sorgsam umgegangen wird. Der Datenschutz ist daher tragende Säule in der gesamten Datenverwaltung der Sozialversicherung. Es besteht ein strenges Kontrollsystem, das auf ständigen Zufallsstichproben unter den Datenabfragern beruht. Es wird intensiv kontrolliert, ob eine Abfrage auch mit einem entsprechenden Akt in Zusammenhang steht. "Die Behauptung des Hausärzteverbandes, dass selbst die Funktionäre - die Mitglieder der Selbstverwaltung - Zugang zu den medizinischen Daten hätten, ist schlichtweg falsch", betont Probst.

Natürlich ist die Erfassung der erbrachten Leitungen für den Geschäftsbetrieb der Krankenkassen notwendig. Die Kassen müssen schließlich - so wie jede Privatversicherung auch - wissen, welche Leistung von wem und für welchen Versicherten erbracht worden ist. Ansonsten würden die soziale Krankenversicherung zu einem Selbstbedienungsladen. Die Leistungs- und Honorarverrechnung wäre dann schlicht und einfach nicht kontrollierbar.

Durch die vom Hausärzteverband kritisierte Zusatzvereinbarung zum Apothekengesamtvertrag wird nun endlich eine moderne elektronische Rezeptabrechnung umgesetzt. Die Krankenkassen haben die Rezepte schon bisher personenbezogen erfasst: Bei den Kassen mussten die Daten aber in völlig antiquierter Weise händisch erfolgen. Durch die Einigung zwischen Hauptverband und Apothekerkammer werden die Daten nun direkt von den Apotheken elektronisch übermittelt. Die Zettelwirtschaft kann so endlich durch eine moderne und effektive EDV-Lösung ersetzt werden. Im Hauptverband selbst sind aber auch in Zukunft keine Patientendaten gespeichert.

Es ist natürlich nachvollziehbar, dass die elektronische Rezeptabrechnung Ängste weckt. Der Wunsch nach einer ständigen Diskussion über die Datensicherheit ist absolut berechtigt. "Das Schüren ungerechtfertigter Ängste und Befürchtungen, wie es Vertreter des Österreichischen Hausärzteverband heute auf ihrer Pressekonferenz getan haben, ist nicht seriös. Wir laden den Hausärzteverband gerne in den Hauptverband ein, um sich über die Datensicherheit in der Sozialversicherung zu informieren und zu diskutieren. Vielleicht können dann in Zukunft derartige Falschinformationen der Öffentlichkeit vermieden werden", schließt Probst.

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