Einheitliche Einspeisetarife sollen Rechtssicherheit bringen

Rumplmayr fordert Konzept einer bundesweiten Photovoltaik-Förderung

Wien (PWK308) - Österreichs Anbieter von Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung urgieren die fehlenden gesetzlichen Grundlagen. "Wesentlich ist der Einspeisungstarif in Verbindung mit einer Laufzeit-Garantie von 15 Jahren", erklärt Univ.Prof. Gerhard Faninger (Universität Klagenfurt) vom wissenschaftlichen Beirat des Bundesverbandes Photovoltaik. Wenn die Energieversorger in Österreich - wie es in Deutschland der Bund einheitlich regelt - diese Langzeit-Garantie geben, werde es für Investoren sinnvoll, Photovoltaik-Anlagen zu finanzieren und zu betreiben. Geschieht dies nicht, herrsche Rechtsunsicherheit.

Der Bundesverband Photovoltaik in der Wirtschaftskammer Österreich hat sein Konzept für eine bundeseinheitliche Förderung bereits an alle Landeshauptleute versandt. "Photovoltaik erfreut sich zwar weltweit beachtlicher Wachstumsraten, die Kosten der Energieerzeugung verhindern aber noch den wettbewerbsfähigen Einsatz", unterstreicht Ing. Bernd J. Rumplmayr, Obmann des Bundesverbandes. Große Serien mit ihren Degressionseffekten in Herstellung und Vertrieb könnten die Kosten kontinuierlich senken.

Das Konzept einer bundesweiten Förderung der Photovoltaik soll die derzeitigen Regelungen ersetzen, die zeitlich und regional begrenzt sind. Die Förderung auf ELWOG Basis sieht vor, dass der Anteil des verkauften Stroms aus alternativen Energien in Österreich bis 2005 auf drei Prozent steigt.

In Österreich läuft das ELWOG (Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz) bekanntlich im April dieses Jahres aus. Bis zum Sommer 2001 müssen die Landesregierungen diese Materie durch Novellen regeln. Die Einspeisevergütung ist nun Landessache. Den Ländern bleibt nur wenig Zeit, um entsprechende Verordnungen auszuarbeiten und Tarife und Laufzeit festzulegen.

Bisher hat lediglich der oberösterreichische Landtag eine solche gesetzliche Regelung mit 15-Jahres-Garantie beschlossen. Das Land richtete einen Fonds ein, der unter anderem von EVUs mit etwa 60 Mio Schilling dotiert wurde. Eine vorbildliche Maßnahme, die der Bundesverband unterstützt. In seinem Memorandum an die Landeshauptleute verweist der Bundesverband Photovoltaik auf die aktuelle Lage am heimischen Markt für Photovoltaik. Zugleich bietet der Bundesverband den Landesverantwortlichen an, sie bei der Umsetzung der ELWOG-Ziele zu unterstützen.

Rumplmayr und Faninger verweisen außerdem auf die positiven Effekte, die jede Förderung der Photovoltaik bringt: Damit werde ein Wachstumsmarkt mit großem Potential erschlossen. Industrie und Gewerbe profitieren vom hohen heimischen Know-how; es gibt Exportchancen und die Möglichkeit, Ländern der dritten Welt zu helfen (die Weltbank finanziert die dezentrale Stromversorgung mittels Photovoltaik), wobei zugleich Arbeitsplätze in Österreich geschaffen und gesichert werden. (hp)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Arge Umweltenergie
Tel.: (01) 50105-3519

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK