Wiedner VP nominiert Susanne REICHARD-MARTINI als Bezirksvorsteherin

GÖRG: "Sehr eindeutige Mehrheit für REICHARD in der Bezirkspartei"

Wien (ÖVP-Klub) Die neue Bezirksvorsteherin der Wieden, Susanne REICHARD-MARTINI, wurde heute von Vizebürgermeister und Wiener Landesparteiobmann Bernhard GÖRG und dem Wiedner Bezirksparteiobmann GR Johannes HAHN, in einer Pressekonferenz vorgestellt. REICHARD-MARTINI soll die bisherige VP-Hochburg Wieden ausbauen und wird von der Wiener VP als "Signal der Verjüngung und Erneuerung" gesehen.***

"Die Wiedner Volkspartei hat die Weichen gestellt, damit die Wieden auch in Zukunft eine Hochburg der Volkspartei bleibt", meinte der Landesparteiobmann der Wiener VP, Vzbgm Dr. Bernhard GÖRG, einleitend. GÖRG bezeichnete die Vorgehensweise der bisherigen Vorsteherin EMMERLING im Zuge ihrer Nicht-Nominierung als "für mich als Parteichef unakzeptabel". "Ich verstehe die Verbitterung von EMMERLING, es kann und darf aber nicht sein, daß sie dem Bezirksparteiobmann (Anm.: Johannes HAHN) durch ihre medialen Aussagen beruflichen Schaden zufügt." GÖRG sieht als Wiener VP-Obmann keinen Grund gegen die Entscheidung der Wiedner Bezirksgruppe einzuschreiten. "Die Mehrheitsverhältnisse waren derartig eindeutig, daß es an dieser Entscheidung nichts zu rütteln gibt", so GÖRG.

Kein Putsch auf der Wieden

Der Wiedner VP-Obmann Johannes HAHN verwies ebenso auf die überwältigende Mehrheit unter den Bezirksfunktionären, die sich dazu entschlossen habe, einen Wechsel in der Bezirksvorstehung herbeizuführen. "Ich habe Susanne EMMERLING auch schon Wochen zuvor in einem persönlichen Gespräch darüber in Kenntnis gesetzt, daß ich keine Mehrheit für ihre Nominierung sehe", erklärte HAHN. "Von einem Putsch kann daher keine Rede sein, EMMERLING war über alle Sitzungstermine informiert, hat es aber vorgezogen auf Kurzurlaub zu gehen." Von seiten der Wiedner Volkspartei stehen aber, so HAHN weiter, alle Türen für Susanne EMMERLING weiterhin offen.

HAHN zeigte sich auch stolz über die Verjüngung des gesamten Wiedner Mandataren-Teams. "Nach den Grünen haben wir im Schnitt die zweitjüngsten Mandatare im Bezirk." Mit Mag. Matthias NEMETH wurde ein 29jähriger mit großer Mehrheit zum Klubobmann der VP-Bezirksräte gewählt.

Wohlfühlen auf der Wieden

Der Wechsel an der Spitze der Wiedner Bezirksvorstehung ist ein Signal der Verjüngung in der VP-Bezirkspolitik. Susanne REICHARD wird eine der jüngsten Bezirksvorsteherinnen Wiens sein. Diese Verjüngung setzt sich auch in der Zusammensetzung des Wiedner Bezirksratsklubs fort. Dem entsprechend ist vor allem die Jugend der designierten Bezirksvorsteherin REICHARD ein Anliegen.

Jugendarbeit auf der Wieden ausbauen

"Es ist eines meiner Hauptziele besonders den Kindern und Jugendlichen im Bezirk ein altergerechtes und vielfältiges Freizeitangebot zur Verfügung zu stellen", betonte REICHARD. "Auch im Sinne der Mitbestimmung von Jugendlichen an konkreten Projekten im Bezirk sollen neue Schritte gesetzt werden." REICHARD, selbst zweifache Mutter, plant beispielsweise die Schaffung eines Jugendparlaments im Bezirk.

Gesprächsbasis zu Nachbarbezirken verbessern

"In den vergangenen Jahren war die Gesprächsbasis mit den Nachbarbezirken, aber auch mit der Rathausbürokratie nicht immer optimal", weiß REICHARD. Sie werde unmittelbar nach ihrer Wahl in intensive Gespräche und Verhandlungen mit den Nachbarbezirken eintreten, kündigte die designierte Wiedner Vorsteherin an. "Verkehrs- und Infrastrukturproblem kann man nur gemeinsam und über Bezirksgrenzen hinweg lösen", so REICHARD. "Und dabei handelt es sich nur selten um Fragen der Ideologie sondern vielmehr um Lösungskompetenz für Sachprobleme. Ein Beispiel dafür ist die Parkpickerl-Problematik." Auch dieses Problem könne nur in Zusammenarbeit mit den Nachbarbezirken zufriedenstellend gelöst werden.

Dezentralisierung und Bezirksautonomie

Für einen wesentlichen Punkt ihrer künftigen Arbeit hält REICHARD die reale Umsetzung von Dezentralisierungsmaßnahmen und die Stärkung der Bezirksautonomie. "Wir müssen dafür sorgen, daß Wünsche und Anliegen des Bezirks auch im Rathaus ernst genommen werden", so REICHARD. Der Bezirk wisse in bestimmten Dingen selbst am Besten, was für den Bürger gut sei. "Es kann nicht sein, daß das Rathaus den Bezirk in Detailfragen wie der Planung eines Radweges ‚overruled‘." Wenn man die Bezirksautonomie und die Dezentralisierung ernsthaft wolle, dann müsse man, von Seiten der Stadt Wien, den Bezirken auch die Möglichkeiten einräumen diese Aufgaben tatsächlich wahrzunehmen.

Ernsthafte Dezentralisierung sei ein wichtiger Schritt in Richtung "mehr Bürgernähe". "Das muss sich selbstverständlich dann auch in den Bezirksbudgets niederschlagen", fordert REICHARD. "Ich werde unter anderem ehestmöglich in Verhandlungen mit der Stadt eintreten, um zusätzliche Budgetmittel für die Jugendarbeit und für soziale Projekte im Bezirk zu lukrieren", kündigt REICHARD an.

Als weiteren Schwerpunkt in diesem Zusammenhang nannte REICHARD die Sicherung der Nahversorgung durch Attraktivierung der Geschäftsstraßen und Förderung der kleinen Geschäfte und Betriebe im Grätzel. ****

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