Bierland Österreich

Wien (OTS) - Bier gehört nach wie vor zu den Lieblingsgetränken von Herrn und Frau Österreicher. Die durchschnittliche Konsumation von rund 108 Litern pro Person im Jahr 2000 bedeutet, dass jeder Österreicher beinahe täglich ein Seidel des Gerstensaftes trinkt. Das heimische Bier ist aber nicht nur ein köstlicher, erfrischender Durstlöscher.

Das flüssige Gold ist auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Dafür, dass den Bierliebhabern im In- und Ausland ausreichend österreichischer Gerstensaft zur Verfügung steht, sorgen 106 Brauereien, das entspricht einem Durchschnitt von 12 Brauereien pro Bundesland. In der Realität werden die Oberösterreicher (28 Braustätten) und Steirer (17 Braustätten) mit den meisten Brauereien verwöhnt.

Im Jahr 2000 produzierten die österreichischen Brauunternehmen insgesamt 8,750.000 Hektoliter Bier, ein Ausstoß, wie er jeweils auch in den beiden letzten Jahren erzielt wurde. 439.000 hl davon gingen in den Export, wobei traditionell die Italiener die größten Liebhaber österreichischen Bieres außerhalb unserer Grenzen darstellen.

Der Biergenießer kann aus einer breiten Palette an Marken, Sorten und Gebinden wählen, die keinen Wunsch offen lassen. 360 verschiedene österreichische Markenbiere und Sorten stehen in den Regalen des Handels und an den Zapfanlagen der österreichischen Gastronomie zur Auswahl. Die gängigste Qualität sind die Lager- bzw. Märzenbiere auf die 4,847.600 hl, das sind mehr als 55% der gesamten Produktionsmenge, entfallen. Die Spezialbiere können mit 607.600 hl rund 7% des Biermarktes für sich beanspruchen. Über starke Zuwächse im Ausstoß konnte man sich auch bei Alkoholfreiem Bier freuen. Der Gesamtausstoß stieg von 1999 (236.312 hl) bis zum Jahr 2000 ( 292.632 hl) um beinahe 24%. Dabei gleichen vor allem die hohen Exportzuwächse (+ 54%) die leichten Verluste auf dem Inlandsmarkt (- 1%) aus. Besonders hervorzuheben sind auch die Zuwächse im Ausstoß von Weizenbier (+ 3,4%), Radler (+ 0,5%) und Bockbier (+10,3%). (Siehe Tabelle: Bierausstoß nach Biersorten).

Österreichs Brauereien sind auch ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber.

Rund 4.500 qualifizierte Beschäftigte sorgen in den heimischen Braustätten dafür, dass ausreichend "flüssiges Gold" am Markt zur Verfügung steht. Für Personalkosten (Löhne, Gehälter, gesetzlicher und freiwilliger Sozialaufwand) wurden von den Unternehmen im Jahr 2000 mehr als 3 Milliarden Schilling aufgewandt.

Auch die heimischen Landwirte profitieren von guten Produktions-und Umsatzzahlen der österreichischen Brauwirtschaft. So stammt der Großteil der 175.000 t Braugerste die jährlich in Österreichs Brauereien verwendet wird, aus heimischem Anbau. Und auch der gesamte im Inland geerntete Hopfen aus dem Mühl- und Waldviertel sowie dem Leutschacher Gebiet wird in österreichischen Brauereien verarbeitet.

Bei sämtlichen Rohstoffen entstand im Jahr 2000 ein großer Preisdruck. Bei Hopfen wurde die Gesamtanbaufläche weltweit in den letzten Jahren deutlich reduziert. Darüber hinaus gab es im Vorjahr schlechte Ernten in Tschechien, Slowenien und Polen, und zwei Großbrände vernichteten nahezu 6 Prozent der ohnehin geringen Ernteerträge in den USA. All das führte in Verbindung mit bereits geringen Lagerständen der Brauereien zu einem starken Preisauftrieb.

Die Anbauflächen von Braugerste sind in Österreich in den letzten Jahren um 20 Prozent zurück gegangen. Darüber hinaus gab es bei weltweit steigendem Braugerstenbedarf in Österreich im Jahr 2000 eine um 40 Prozent schlechtere Ernte als im Jahr davor. Auch hier entstand also enormer Preisdruck.

Bierausstoß nach Biersorten 2000

Unterscheidung nach Stammwürze Ausstoß in Anteile in % bzw. Alkoholgehalt 1.000 hl

Leichtbier max. 3,7% Vol.-Alk. 58,4 0,7 Schankbier 9 - 11 Grad 467,2 5,3 Lager-/Märzenbier mind. 11 Grad 4.847,6 55,4 Pilsbier mind. 11 Grad 465,9 5,3 Weizenbier 116,2 1,3 Spezialbier mind. 12,5 Grad 607,6 7,0 Vollbier mind. 11 Grad 1.982,4 22,7 Bockbier mind. 16 Grad 36,3 0,4 Radler 168,7 1,9

Insgesamt 8.750,3 100

Für weitere Informationen bzw. für Zusendung erwähnter Grafiken wenden Sie sich bitte an:

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Peter Menasse
communication matters
Tel.: 01/503 23 03
Menasse@comma.at

Annemarie Lautermüller
Verband der Brauereien Österreichs
Tel.: 01/713 15 05
a.lautermueller@lebensmittel.wk.or.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEB/OTS